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Deutsch. Lesen und Erklären poetischer und prosaischer Stücke aus Hopf und Paul- siecks Lesebuch für Sexta. Auswendiglernen und Declamation von Gedichten. Alle 8 Tage ein Diktat oder leichter Aufsatz. Abschreiben aus dem Lesebuche.(2 St.) Dr. Steubing. Latein. Die regelmässige Formenlehre nach Ellendt-Seyfferts Grammatik. Die Zahl- wörter und Pronomina, Präpositionen und Adverbia, Conjunctionen nach Spiess' Uebungsbuch für Sexta. Häusliche Uebersetzungen, schriftliche Uebungen im Con- jugiren und Decliniren. Alle 8 Tage ein Extemporale.(10 St.) Dr. Steubing. Geographie. Im Sommer: Die geographischen Grundbegriffe nach Daniel's Leitfaden I. Theil. Vogt. Im Winter: Uebersicht über die fünf Erdtheile.(Daniel, Leitfaden I. Buch.) Orientiren am Globus und auf den Karten. Versuche im Kartenzeichnen.(2 St.) Kegel. Mathematik. Die vier Rechnungsarten in unbenannten und benannten ganzen Zahlen. Rechnung mit Brüchen, mündlich und schriftlich, nach Diesterweg I. und II. Theil.
(4 St.) Vogt. Naturgeschichte. Im Sommer Botanik: Einübung der Terminologie und Beschrei- bung von Pflanzen.(2 St.) Vogt.
Im Winter Zoologie: Beschreibung und Vergleichung einiger einheimischer Wirbelthiere. Einiges über ausländische Säugethiere. Mit Benutzung der vorhan-
denen Sammlung.(2 St.) Kuhse. Gesang. Combinirt mit V.(2 St.) Vogt. Schönschreiben. Die Formen deutscher und lateinischer Schrift einzeln und in ver-
bindung.(3 St.) Vogt. Zeichnen. Elementarzeichnen.(2 St.) Presber. Turnen im Sommer: Frei- und Ordnungsübungen mit allen Schülern; Geräthturnen mit
ausgewählten Schülern. Vogt.
Die Aufsicht beim Baden sowie den Schwimmunterricht besorgte Pedell Seher.
Die Themata zu den deutschen Aufsätzen in Prima waren:
1. Dorothea in Göthe's„Hermann und Dorothea“, ein Muster in der Ertragung des Ungemachs. 2. Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt. 3. In wie weit hat der Spruch Berechtigung: ubi bene, ibi patria? 4. Welche vortheilhafte Folgen hatten die Nationalspiele für die Griechen? 5. Ueber die Idee der Freiheit in Schillers„Wilhelm Tell“. 6. Ringe, Deutscher, nach römischer Kraft, nach griechischer Schönheit; Beides gelang dir, doch nie glückte der gallische Sprung. 7. Dem Unglück ist die Hoffnung zugesendet, Furcht soll das Haupt des Glück-
lichen umschweben, denn ewig wanket des Geschickes Wage. 8. Tu ne cede malis, sed 5


