40
Orgel w. 1 St. ſeit Weihnachten. Orgelſpiel, wobei die Uebungen vorzugsweiſe im richtigen und fertigen Vortrag der Choräle und Zwiſchenſpiele beſtanden. Hrä röck.
Klaſſe I., Geſang w. 2 St. Größere Geſänge, Chöre und Motetten für Chor⸗ und Soloſtimmen.
Klavier, w. 3 St. in 3 Abth. im Sommer, im Winter w. 2 St. in 2 Abtheilungen wie Klaſſe III.
Orgel, w. 3 St. in 3 Abth. Einfacher Choral, die Zwiſchenſpiele, das Transponiren, die Modulationen, figurirte Choräle, Vor⸗ und Nachſpiele. Analyſe der Choräle und Präludien. Ueber die Durchführung des Motiv's bei den Choralvorſpielen.
Violine, w. 1 St. Allgemeine Regeln; leichte Tonſätze und Duette in der erſten Poſi⸗ tion; Uebungen in der zweiten und dritten Poſition.
Theorie, w. 1 St. Die diſſonirenden Accorde mit Anwendung bei Cadenzen, Modula⸗ tionen und Begleitung der Tonleitern; enge und weite Harmonien. Beſchreibung der Orgel und ihre Behandlung.
w. 1 St. Practiſche Uebungen mit den Kindern im Ertheilen des Geſangunterrichts.
Die evangeliſchen Seminariſten der beiden obern Klaſſen erhielten w. 2 St. Unterricht im Choralgeſang und Orgelſpiel, wobei die bekannteſten Choralmelodien memorirt wurden. Bei dem öffentlichen Gottesdienſte ſpielten die Zöglinge abwechſelnd die Orgel und übten ſich im Vorſingen.
Die Concerte gaben den Seminariſten Veranlaſſung, ſich im Geſang und in der Inſtrumen⸗ talmuſik zu üben.
3 Feye.
Die katholiſchen Seminariſten der erſten und zweiten Klaſſe hatten w. 1 St. im Orgelſpiel
und außerdem 2 St. gemeinſchaftlich in dem gewöhnlichen Choralgeſang und in der liturgiſchen
Muſik. Meiſter.
4 XIV. Zeichnen.
Klaſſe III., w. 5 St. in 3 Abtheilungen im Sommer und 2 St. im Winter. Clementarzeichnen; das Zeichnen von Gegenſtänden, deren Hauptform entweder gerad⸗ oder gemiſchtlinig iſt; die Lehre von Licht und Schatten; ſchattirte Blumen, Früchte und kleine Landſchaften, je nach der Neigung und dem Standpunkte, auf welchem ſich der Einzelne befand..
Klaſſe II., w. 3 St. für 3 Abth. im Sommer, und 2 St. für 2 Abtheilungen im Winter. Zeichnen ausgeführter Köpfe, Landſchaften, Blumen, Früchte, Urnen und Vaſen mit Schatten belegt.
Klaſſe I., w. 3 St. in 3 Abth. Zeichnen architectoniſcher Formen, Köpfe, Figuren und Blumen mit
feinem Schatten. Kröck.
XXLV. Kalligraphie.
Klaſſe III., w. 4 St. in 2 Abtheilungen und 2 St. gemeinſchaftlich im Sommer und 2 St. im Win⸗ ter. Unterweiſung und Uebung im Federſchnitt; Regeln über die Haltung und über das Schrei⸗ ben; Durchübung der Fundamentalformen; Eintheilung, Zerlegung, Beurtheilung und richtige Aihaidd der vier Alphabete in genetiſcher Folge nebſt Wörter⸗ und Säbeſchreiben nach der
methode.
Klaſſe II., w. 3 St. im Sommer und 1 St. im Winter. Wörter⸗ und Sätzeſchreiben, ſowie genetiſche Durſelung und ſorgfältige Durchübung der vier Alphabete und Ziffern nach verſchiedenen Takt⸗ ewegungen.
Klaſſe I., w. 3 St. für 3 Abth. im Sommer und 2 St. für 2 Abth. im Winter. Schreiben der zwei
Schriften nach Diktaten in verſchiedenen Taktbewegungen mit und ohne Aälchanind ſe erſelbe.


