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längere Zeit krank darnieder lag, ſo kamen bei den übrigen, ſowie bei den Lehrern die Fälle von leichterem Unwohlſein deſto häufiger vor, deren Veranlaſſung wohl in dem oft plötzlichen Umſchlage der Witterung zu ſuchen iſt.
II. Chronik des Gymnaſiums.
Anknüpfend an den Termin, in welchem das vorjährige Programm zum Drucke gekommen iſt, wird hier zuerſt erwähnt, daß der mündliche Theil der vorigen Maturitätsprüfung unter Leitung des Directors in den Tagen vom 14. bis zum 16. März 1861 zur Erledigung gekommen iſt. Die vier Prüflinge erhielten ſämmtlich das Zeugniß der akademiſchen Reife. Zwei derſelben, Wilhelm Stritter von Weilburg und Carl Stückrath von Weyer, ſtudiren Theologie, einer, Karl Kröber von Idſtein, Jurisprudenz, und Adolph Lautz von Wiesbaden Architektur.
Die öffentliche Frühlingsprüfung des vorigen Jahres wurde am 26. und 27. März unter der Anweſenheit und Leitung eines Herzoglichen Commiſſarius, des Herrn Regierungsrathes ꝛc. Dr. Firnhaber, abgehalten.
Das laufende Schuljahr begann am 12. April v. J. mit der Aufnahmeprüfung, der ſich von den 25 neu angemeldeten Zöglingen 20 zu unterziehen hatten. Von dieſen wurden 11 in die VII., 1 in die VI., 1 in die V., 2 in die IV., und 5 in die III. Claſſe aufgenommen.
Am 13. April Vormittags 10 Uhr fand zur Eröffnung des Semeſters die allgemeine Ver⸗ ſammlung in der Aula ſtatt und Montag den 15. April Vormittags 7 Uhr nahm der Unter⸗ richt in allen Claſſen ſeinen Anfang.
Vom 18. bis 27. Mai Pfingſtferien.
Zur Erinnerung an die Schlacht bei Waterloo wurde der Nachmittag des 18. Juni auf dem Weber'ſchen Berge verbracht. Geſänge und kurze Reden wechſelten mit einander ab.
Der 24. Juli war der Feier des Geburtsfeſtes Seiner Hoheit des Herzogs ge⸗ widmet. Die Anſtalt beging das hohe Feſt nach einem beſonders ausgegebenen Programme durch einen Redeact in der Aula des Gymnaſiums. Die von dem Profeſſor Stoll gehaltene Feſtrede wies, von der Bedeutung des Tages ausgehend, nach, wie die Walramiſche Linie des an großen Männern ſo reichen Naſſauiſchen Fürſtenhauſes eben ſo gut wie die Ottoniſche Linie Männer pon weltgeſchichtlicher Bedeutung zähle, und zeigte dies im Beſonderen an dem Leben und Wirken Johann's von Naſſau, Erzbiſchofs zu Mainz.
Am 14. und 15. Auguſt Kirchweihfeſt, an welchem ſich die Gymnaſialſchüler in herkömm⸗ licher Weiſe betheiligen durften.
Am 12. und 13. September Herbſtprüfung und darauf Ferien bis zum Samſtag den 12. October. Zu der auf dieſen Tag angeſetzten Aufnahmeprüfung hatten ſich zwei Adſpiranten gemeldet, von denen einer in die IV., der andere in die V. Claſſe aufgenommen wurde.
Montag den 14. October, Vormittags 8 Uhr, allgemeine Verſammlung zur Eröffnung des Winterſemeſters und darauf ſofort Beginn des Unterrichts in den einzelnen Klaſſen.
Am 18. October Nachmittags zur Erinnerung an die Schlacht bei Leipzig gemeinſchaft⸗ licher Spaziergang und Unterhaltung im Freien mit Reden und Geſängen wie beim Waterloofeſt.
Am Reformationsfeſte(3. November) betheiligten ſich die evangeliſchen Lehrer und Schüler der Anſtalt gemeinſam an der Feier des heiligen Abendmahles.
Vom 21. Dezember 1861 bis zum 3. Januar 1862 Weihnachtsferien nach Beſtimmung
der Herzogl. Landesregierung vom 18. Dezember 1861 ad N. R. 38,863. 4


