Fünfte Klaſſe b. 5
Ordinarius: Reallehrer Schenck.
Religionsunterricht. 3 St.— Wie bei Va.
Deutſch. 4 St.— Lectüre und Erklärung proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus Hopf und Paulſiek I, 2. Wiederholung der Wortarten, Declinationen und Conjugationen. Anfang der Satzlehre nach Frey's Schulgrammatik. Wöchentlich mündliche Stilübungen, Aufſätze u. orthographiſche Uebungen. Memoriren und Recitiren von Gedichten aus dem Leſebuch. Schenck.
Franzöſiſch. 7 St.— Sommer: Plötz I. Lect. 80— 91, ſodann Abſchnitt VI, Leſeſtücke bis zu Ende; wöchentlich 1 Exercitium.— Winter: Plötz II. Lekt. 1—20, ſchriftliche Ueberſetzung der deutſchen Uebungsbeiſpiele. 4 St. Lectüre: Lü⸗ decking's Leſebuch I. Vorübungen Nr. 1—34. 2 St. Wöchentlich 1 Exercitium. Roth.
Alle übrigen Gegenſtände wie in Kl. Va.
Vierte Klaſſe. Ordinarius: Reallehrer Roth.
Religionsunterricht. 2 St.—
a. Evangeliſcher. Katechismus: Im Sommer— die Pflichten gegen uns ſelbſt; im Winter— die Pflichten gegen andere Menſchen. Bibliſche Ge⸗ ſchichte: Von der Theilung des iſraelitiſchen Rei⸗ ches bis zu Ende des alten Teſtamentes— im Sommer; im Winter— neuteſtamentliche Ge⸗ ſchichte von der Auferſtehung Jeſu bis zu Ende des neuen Teſtamentes. Ausgewählte Geſang⸗ buchslieder memorirt. Choralgeſang.(Kombinirt mit III.) Kröck.
b. Katholiſcher: Siehe bei Kl. VI.
Deutſch. 4 St.— Leſen in Hopf und Paulſiet I. 3; Analyſe des Geleſenen; der einfache und zu⸗ ſammengeſetzte Satz nach Frey's Schulgrammatik II. Hauptabth., Abſchn. 1 u. 2. 2 St.— Auf⸗ ſätze wöch. 1 St. Dictat, Durchgehen und De⸗ clamiren von Gedichten 1 St. Roth.
Franzöſiſch. 6 St.— Sommer: Plötz II. von Lect. 29— 45 mit ſchriftlicher Ueberſetzung und Correctur der deutſchen Stücke. Winter; Lect. 45— 57 ebenſo mit Ausnahme der Repetitionsſtücke. Eczählungen und Converſationsübungen. 4 St. Magnin.— Lectüre in Lüdecking I., Sommer: Die Erzählungen 1, 3, 4, 5, 7, 8, 10, 11 und 12;3 Winter: Abſchnitt 4 und 5(Geſpräche und
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Briefe); ſchriftliche Ueberſetzung ſämmtlicher Leſe⸗
ſtücke. 2 St. Roth. Engliſch. 4 St.— Plate I.; Sommer: Lect. 1
bis 31; Winter: Lect. 32— 55; ſchriftliche Ueber⸗
ſetzung der deutſchen Uebungsbeiſpiele. Roth. Geographie. 2 St.— Nach Daniel's Leitfaden
Buch II. Auſtralien§. 70 und Aſien§. 36—54.
Wiederholung allgemeiner geographiſcher Vorbe⸗
griffe zum beſſeren Verſtändniß der Karten. Polack.
Geſchichte. 2 St.— Römiſche Geſchichte von der Gründung der Stadt bis zum Untergange des weſtrömiſchen Reichs. Nach Caſſian I. Abſchn. 3 und 4. Roth.
Rechnen. 3 St.— Sommer: Rechenvortheile bei den 4 Species; Repetition der Decimalbrüche; wälſche Praktik— nach Kleinpaul. Aunziehen der Quadratwurzel. Winter: Berechnung des Um⸗ fangs und Inhalts geometriſcher Figuren— nach Heis. Kröck.
Geometrie. 3 St. Von den ebenen Figuren im Allgemeinen, von den Winkeln und gradlinigen Figuren. Congruenz der Figuren. Nach Spitz'⸗ Planimetrie§. 38— 110. Schenck.
Naturgeſchichte. 2 St.— Im Sommer Botanik: Beſchreibung ausgewählter Pflanzen mit Berück⸗ ſichtigung des Linneiſchen Syſtems und der na⸗ türlichen Familien. Im Winter Zoologie: Aus⸗ gewählte Amphibien. Schenck.
Schreiben. 2. St. Vor⸗ und Taktübungen mit Großbuchſtaben beider Alphabete in genetiſcher Folge einzeln, in ſchwierigen Verbindungen und in Sätzen nach Vorſchrift auf die Schultafel in Hefte Nr. 6 u. 3 mit Stahlfedern Nr. 5 u. 3.
Gärtner.
Zeichnen. 3 St.— Freihandzeichnen: Nach Vor⸗ lagen. Ornamente in Vergrößerungen, auch leicht ſchattirt; nach der Natur: Gemeinſchaftliches Zeichnen nach Körpermodellen mit Erklärung der perſpectiviſchen Grundgeſetze. Linearzeichnen: Die Kegelſchnittlinien und andere Curven; gothiſche Maßwerke und architektoniſche Profile, ſowie ſym⸗ metriſche Formen in Tuſch angelegt; perſpectiviſche Ausführung gegebener geometriſcher Figuren.
Müller.
Geſang. S. 1, W. 2 St.— Drei⸗ und vierſtim⸗ mige Choräle und Lieder,(Komb. III.) Kröck.
Turnen. S. 2 St.— Stahl.


