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Zeichnen. 2 St.— Freihandzeichnen: Wie selbständige isometrische Darstellung von phy- Klasse IIb.— Landschaftliche Aufnahmen im sikalischen Apparaten; Situationszeichnen. Freien.— Lineares Zeichnen: Kopiren von Bau- Müller. plänen und Maschinen in Tusch und Farben Chorgesang. 1 St. Siehe Kl. IV. ausgeführt; die griechischen Säulenordnungen; Wickel.
II. Chronik der höheren Bürgerschule.
Die Aufnahmeprüfung für die höhere Bürgerschule fand am 30. April, die für die Vorbereitungsschule den 1. Mai statt. Am 4. Mai wurde die Feier der Eröffnung des neuen Schulgebäudes der höheren Bürgerschule in der Oranienstrasse nach fol- gendem Programm begangen. Die Mitglieder des Gemeinderaths, Feldgerichts und Bürgerausschusses versammelten sich um 9 ½ Uhr im Rathhaussaale und begaben sich gemeinschaftlich nach dem neuen Schulgebäude, wo in Mitten der im Vorhof aufge- stellten Schüler der Schulvorstand mit dem Lehrerkollegium und den zur Theilnahme an der Feier Eingeladenen und zahlreich Erschienenen, sie erwarteten. In der Vorhalle überreichte um 10 Uhr Herr Stadtbaumeister Fach mit einer Ansprache die Schlüssel des Gebäudes dem Herrn Bürgermeister Fischer. Dieser sie entgegennehmend, erwie- derte die Ansprache und übergab, indem er die Thüre öffnete, das Gebäude zu seiner Zweckbestimmung dem Rektor. Die Schüler zogen alsdann vor den Geladenen unter Führung der Lehrer in die Schulräume ein. Darauf wurde die Feier in dem geräu- migen und schönen Schulsaale mit Gesang, einer Einweihungsrede des Rektors und Schlussgesang fortgesetzt und beendet. Die Bedeutung dieser Einweihungsfeierlichkeit wurde sowohl durch die überaus zahlreiche Theilnahme der Eltern unserer Schüler und der Bürger unserer Stadt, als auch insbesondere durch die ehrende Anwesenheit der Vertreter der Kgl. Regierungsbehörden, der Königlichen Gymnasien und der städtischen Schulanstalten, der christlichen Kirchen und der israelitischen Cultusgemeinde erhöht, sowie durch den sonnigsten Maitag begünstigt. Herr Oberlehrer Dr. Krebs hatte ferner eine besondere„Festschrift“ den Bürgern der Stadt gewidmet(cf. oben pag 23), in der er die Entstehung der höheren Bürgerschule, die Lehrgegenstände und den Lehrplan derselben und in einem Schlussworte die Bedeutung so organisirter höherer Bürgerschulen für die Heranbildung eines intelligenten und gebildeten Mittelstandes darstellte.— Die Pfingstferien dauerten vom 30. Mai bis zum 8. Juni. Am 9. Juni trat Herr Kaplan Tripp als katholischer Religionslehrer in seine Wirksamkeit ein. Die Herbstprüfungen fielen auf den 9., 10. und 11. September. Nach dreiwöchentlichen Ferien begann die Vorbereitungsschule das Wintersemester den 5. Oktober, die höhere Bürgerschule nach vier Wochen den 9. Oktober. Vom 1. Oktober an ist die höhere Bürgerschule dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium unterstellt worden, laut Be-
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