dem Lesebuche von Hopf und Paulsiek für Tertia wurden hauptsächlich Uhlan d'sche Gedichte, ausser- dem Gedichte von Goethe, Schiller und andern ge- lesen, erklärt und theilweise auswendig gelernt. Das Wichtigste aus der Lehre von den Figuren und Tro- pen, sowie aus der deutschen Verslehre.
Im Sommer: Krebs, im Winter: Mathi.
Lateinische Sprache.(5 Stunden wöchentlich.) a) Grammatik 2 St. Der Gebrauch von ut und quod, die Lehre von dem Participium, Gerundium und Gerundivum, von dem Supinum nach Schultz, kleine lateinische Sprachlehre. Die betreffenden Uebungsstücke in Spiess, Uebungsbuch für Quarta, wurden fast alle schriftlich übersetzt. Die Lehre von der Uebereinstimmung der Satztheile und den Fragesätzen, eingeübt nach Spiess' Uebungsbuch für Tertia. Extemporalia nach Diktaten. b) Lectüre: Caesar de bello Gallico lib. II. und III.; nach einer kur- zen Einleitung über Prosodie und Metrik ausgewählte Stücke aus Ovids Metamorphosen nach Siebelis Tirocinium poetic. Oberlehrer P. Schmidt.
Französische Sprache. a) Grammatik(2. St.) Die unregelmässigen Verben nach Plötz' Schulgram- matik, Lection 1— 23. Häusliche Exercitien, alle 3 Wochen ein Extemporale. b) Lectüre(2 St.) Die meisten Stücke aus Lüdeckin g, frz. Lesebuch I. wurden gelesen, einzelne prosaische frei erzählt und mehrere Gedichte auswendig gelernt.
Im Sommer: Wendt, im Winter: Dr. F. Schmidt.
Englische Sprache.(4 St. wöchentl.) a. Gram- matik. Nach Crüger II. Thl. wurden die Lektionen 1— 24 durchgenommen; schriftliche Uebungen. Alle 14 Tage ein Exercitium, die 3. Arbeit ein Extemporale. b) Lectüre ausgewählter prosaischer Stücke aus Lüdecking's Lesebuch I. Thl. Memoriren von Ge- dichten. Im Sommer: Wendt, im Winter: Harff. Religion.(2 St. wöchentlich.) a) Protestanten: Neutestamentliche Bibelkunde nach Bec k, Theil I. Krebs. b) Katholiken, Comb. mit IIa. Hilpisch, dann Wedewer. Geschichte.(2 Stunden wöchentlich.) Im Sommer: Das Mittelalter nach Pütz' Grundriss für Mittelklassen. Oberlehrer Schmidt. Im Winter: Preussische Geschichte bis Friedrich Wil- helm III nach Pütz' Leitfaden der preussischen Geschichte. Dr. Schmidtborn. Geographie.(2 St. wöchentlich.) Nach Daniel's Lehrbuch. Im Sommer: Physische Geographie von Deutschland. Oberlehrer Schmidt.
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Im Winter: Politische Geographie von Preussen. Dr. Schmidtborn. Geometrie. Die Lehre von der Aehnlichkeit und Inhaltsberechnung der ebenen Figuren. Repetition der gesammten Planimetrie, Lösung von Constructions- aufgaben aus allen ihren Gebieten. Aug. Schmidt.
Arithmetik.(3 St. wöchentl.) Repetition der Buch- stabenrechnung, der Decimalbrüche, der Potenzen und Wurzeln. Gleichüngen vom 1. Grade mit 1, 2 und 3 Unbekannten. Zahlreiche Uebungsaufgaben. Im Sommer: A. Schmidt, im Winter: Henrich.
Naturgeschichte.(2 St. wöchentlich.) Im Som- mer: Bestimmung von Pflanzen nach dem Linnéschen Systeme. Im Winter: Conchyliologie. Henrich.
Zeichnen.(2 St. wöchentlich.) Ornamentenzeichnen mit und ohne Schatten. Anleitung zum Schattiren mit Kreide und Wischer.— Einige Uebungen im Laviren und Kopfzeichnen. Im Sommer: de Las pée.
Im Winter: Adolf Schmidt.
Singen.(2 St. wöchentl.) Chorgesang. Schmitt.
Tertia B. Ordinarius: Lic. theol. Krebs.
Deutsche Sprache.(3 St. wöchentlich) Lectüre und Erklärung prosaischer und poetischer Stücke aus dem deutschen Lesebuch von Hopf und Paul- siek für Tertia. Declamationsübungen. Aufsätze alle vierzehn Tage. Krebs.
Lateinische Sprache.(5 Stunden wöchentlich.) a) Grammatik: Aus der Casuslehre Genitiv und Ablativ, sowie Repetition der übrigen Casus; ferner Tempuslehre und consecutio temporum nach Schultz, kleine lateinische Sprachlehre, und Spiess, Uebungs- buch für Quarta. Pxercitien und Extemporalien.— b) Lectüre: Caesar de bello gallico I. gelesen und erklärt. Krebs.
Französische Sprache.(4 Stunden wöchentlich.) Plötz, Elementargrammatik, Lection 61— 112 und die kleineren Stücke des Anfangs. Schriftliche Uebun- gen an der Tafel, wöchentlich ein Exercitium, alle 3 Wochen ein Extemporale. Die Uebungsstücke wur- den meistentheils schriftlich übersetzt.
Im Sommer: Dr. F. Schmidt, im Winter: Harff.
Englische Sprache. Sämmtliche Lectionen von Crüger I. wurden mündlich oder schriftlich über- setzt und an diesen Uebersetzungen die vorkommenden grammatischen Regeln eingeübt.
Im Sommer: Wendt, im Winter: Aug. Schmidt.


