Aufsatz 
Nekrolog des Professors A. Schenck / von E. Bernhardt
Entstehung
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Religion 2 St. w.

Deutsch 3 St. w.

Lateinisch 8 St. w.

Griechisch 6 St. w.

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Uebersicht der im Schuljahre 1877/78 durchgenommenen Lehrpensa. 1

Ober-Prima.

Erklärung des Briefes an die Hebräer aus dem Grundtext. Christliche Glau- benslehre. Allgemeiner Theil: Wesen und Geschichte der Religion; die paganistischen Systeme; Judenthum; christliche Religion: der gemeinsame Grund und die besonderen Bekenntnisse. Besonderer Theil: Von Gottes We- sen, Schöpfung, Erhaltung, Vorsehung; der Mensch und die Sünde, nach Beck: das Christenthum nach Geschichte und Lehre. Theil II,§ 1 100. Oertel.

Lectüre: W. Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie von Lessing. S. Kleinere philosophische Schriften von Schiller. Ueber das Pa- thetische. Gedanken über den Gebrauch des Gemeinen und Niedrigen in der

Kunst. Ueber das Erbabene. Literaturgeschichte: W. Klop- stock, Wieland, Lessing, Herder und

ihre Zeitgenossen. S. Goethe u. Schiller, ihre Bedeutung für die Literaturgeschichte. Selbstausgearbeitete Vortrüge der Schüler.

Stilübungen: Alle sechs Wochen ein Aufsatz und in jedem Semester eine Clausurarbeit. Primer. Lectüre: Cic. orator. Verr. V.(2zum Theil privatim). Tac. Germania. Horat. carm. III und IV., carm. saec., epod. 1. 2. 4. 7. 16., sat. II, 6. ep. I. 2. Plant. Captivi.

Stilübungen: Alle 6 Wochen ein Aufsatz, ausserdem in jedem Semester eine Clausurarbeit. 6 St. Bernhardt.

Exercitien aus Seyffert's Materialien, nach Wochenwechselnd mit Extem- poralien nach Dictaten. 2 St. Ebhardt.

Lectüre: Plat. Protagoras. Thuc. l. VI., Hom. II. I XII(zum Theil privatim). Soph. Philoctet. Exercitienu. Extem- poralien, letztere meist an die Lectüre angeschlossen, nach Wochen wechselnd. Bernhardt.

Französisch Lectüre aus Plötz' Manuel: Victor Hugo,

2 St. w.

Englisch 2 St. w.

Béranger, Casiwir Delavigne, Barthélemy und Méry.

Stilübungen: Aus Plötz' Stilübungen zur Erlernung der Syntax wurden über- setzt: E. 2, F. 3, G. 3, 4; A. 1, 2; B. 4; C. 4; D. 5, 6. Repetition der ganzen Syntax. Alle 10 11 Tage ein Exercitium oder ein Extemporale.

Becker. Lectüre: Vollendung von Lüdeckings Lesebuch I.; Beginn von Lüdeckings Le- sebuch II. bis zum 4. Stück der Erzäh- lungen.

Grammatik: Beginn des 2. Theiles von Plates Lehrgang der englischen Sprache bis zum 3. Abschnitt. Münd- liche und schriftliche Uebersetzungen aus dem Lehrbuch. Alle 3 Wochen ein

Exercitium. Becker. Hebräisch Lectüre: Das Buch Ruth. 2 St. w. Grammatik: Formenlehre: Das

schwache Verbum von den Guttural- wurzeln ab und die Nominalbildung nach Seffer§ 53 92. Mündliche und schriftliche Uebungen. Oertel. Geschichte nach Herbsts Histor. Hülfsbuch: Geschichte 3 St. w. des Mittelalters. Repetitionen aus der- griechischen und römischen Geschichte. Geographische Repetitionen. Stoll. Mathematik Arithmetik: Reihenlehre, Zinseszins- und Rentenrechnung, Figurirte Zahlen, Ketten- brüche. Geometrie: Stereometrie nach Kambly. Leyendecker. Akustik nach Koppe. W. Schenck. S. Leyendecker.

Physik Wärmelehre. 2 St. w.

Themata der deutschen Aufsätze.

Arbeit macht das Leben süss.

2. Wie kommt es, dass Homer, der im strengsten Sinne des Wortes ein Nationaldichter war, den- noch zugleich für alle Zeiten und Völker gedichtet hat?(Clausurarbeit.)

3. Warum hat Lessing seinem Werke:über die Grenzen der Malerei und Poesie den Namen Laokoon gegeben?

4. Was verhalf den Römern zur Weltherrschaft?

5. Welche Aehnlichkeiten finden sich zwischen den Griechen und den Deutschen?

6. Göthe in Strassburg.

7. Es liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen Und das Erhabne in den Staub zu zieh'n.

(Clausurarbeit.)

8. Was verpflichtet uns zur Duldsamkeit gegenüber den abweichenden Ansichten Anderer?

9. Warum haben wir Deutsche besonders Grund, auf unser Vaterland stolz zu sein?

Themata der lateinischen Aufsätze.

1. Quales Oedipodis regis mores descripserit So- phocles.

. Graeci. artibus litterisque, Romami armis orbèm terrarum domuerunt.(Classenaufsatz.)

3. De Horatio vitae rusticae laudatore.

4. Quibus potissimum rebus studium eloquentiae apud veteres Graecos atque Romanos et natum et provectum sit.

5. Sex primis libri tertii carminibus quae praecepta cives suos sequi Horatius jusserit.

6. Explicentur versiculi illi Horatiani de Homero legendo:

8 qui quid sit pulchrum quid turpe quid utile

quid non, Planius ac melius Chrysippo et Crantore dicit.

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