2. Am 1. Oktober v. J. ſchied aus ſeiner Stellung als Lehrer am Progym⸗ naſium der bisherige Vikar ad S. Catharinam hierſelbſt Herr Kotthoff. Derſelbe wirkte zwei Jahre an der Anſtalt und hat ſich bei ihren Angehörigen durch ſeine pflichteifrige und erfolgreiche Thätigkeit während derſelben eine dankbare Erinnerung geſichert.
3. In die Stelle des Genannten trat mit Genehmigung des Königl. Pro⸗ vinzial⸗Schul⸗Kollegiums(Verf. vom 14. Oktober 1867) der von der geiſtlichen Be⸗ hörde zu Paderborn mit der Verwaltung der Vikarie ad S. Catharinam betraute Kurat⸗Geiſtliche Herr Hamel.
Herr Johann Heinrich Hamel, geboren zu Paderborn am 27. Januar 1833, beſuchte vom Jahre 1846 bis 1855 das Gymnaſium daſelbſt. Nach beſtande⸗ ner Maturitäts⸗Prüfung widmete ſich derſelbe drei Jahre dem Studium der Philoſo⸗ phie und Theologie an der philoſophiſch-theologiſchen Lehranſtalt zu Paderborn, trat 1858 in das dortige Prieſterſeminar, empfing nach Ablauf eines Jahres die h. Prie⸗ ſterweihe und wurde kurz darauf zum Kaplan in Lüchtringen ernannt. Nachdem er dort anderthalb Jahre thätig geweſen war, wurde ihm nach der vor der Königl. Prüfungskommiſſion zu Büren beſtandenen Prüfung für das höhere Lehramt die Stelle als Rektor an der Rektorat⸗Schule zu Brakel übertragen. Dieſe Stelle bekleidete er von Oſtern 1861 bis Herbſt 1867.
4. In Folge Anordnung des Königl. Provinzial⸗Schul⸗Kollegiums iſt ſeit Anfang l. J. auch für die evangeliſchen Schüler ein beſonderer Religionsunterricht eingerichtet worden. Die Ertheilung desſelben hat der Herr Pfarrer Becker hier⸗ ſelbſt bereitwillig übernommen.
5. Die diesjährigen Klaſſenprüfungen wurden in Sexta und Quinta am 4., in Quarta am 6., in Tertia am 11. und in Sekunda am 13. März d. J. ab⸗ gehalten.
6. Den Geburtstag Seiner Majeſtät unſeres Königs Wilhelm, Sonntag den 22. März, feierte die Anſtalt wie im vorigen Jahre, durch Theilnahme an dem Hochamt und Tedeum in der Pfarrkirche und demnächſt in dem feſtlich ge⸗ ſchmückten Klaſſenzimmer der Sekunda durch die Rede des Herrn Gymnaſiallehrers Dr. Stolte über„den chriſtlich⸗religiöſen Geiſt der Schulbildung und das Zuſam⸗ menwirken des Hauſes mit der Schule, als die zwei Grundbedingungen, auf denen das Wohl und Gedeihen der Schule beruht“, und durch Geſänge und Deklamationen der Schüler in freudiger Weiſe.
Der gemiſchte Sängerchor, dirigirt von Herrn Geſanglehrer Luce, trug folgende Lieder vor:


