Aufsatz 
a) Einige Usancen im internationalen Handel mit Ölsaaten. b) Über die Abstimmung der Konti-Korrenti / Friedrich Karl Leitner
Entstehung
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Britiſch Indien.

Britiſch Indien baut Leinſamen, Raps, Seſam, Ricinus. Leinſaat in Behar, in den Gebieten des unteren Himalaya, in den nordweſtlichen Provinzen, ferner in den mittleren und ſüdlichen Teilen der Präſidentſchaft Bombay.

Von Raps liefert Indien ſehr viele und verſchiedene Qualitäten; die meiſt gebauten ſind: Gugerat, braune und gelbe Casonpore, Ferezepore, Calcutta.

Für Seſam iſt Indien das Hauptproduktionsland. Produktionsgebiete ſind: Coromandelküſte, Scinde, Bombay, Calcutta. So bedeutend der Export Indiens in Seſam iſt, ſo gibt er doch nur einen ſchwachen Begriff von der Ausdehnung der Produktion dieſes Artikels; denn derſelbe bildet in verſchiedenen Formen ein tägliches Nahrungsmittel der einheimiſchen Bevölkerung.

Ricinusſaat iſt für den internationalen Handel nicht von Belang.

Die wichtigſten Plätze ſind: Bombay, Calcutta, Madras und Kurrachee.

Die Notierung erfolgt im Innern des Landes pro Rupie in Seers*), in den Hafenplätzen für 1 engl. Cwt., wohl auch für 1 Mound in Rupien.

Die Verkäufe nach Europa erfolgen teils für das Verladungsgewicht, teils für das im Löſchungs⸗ hafen abgelieferte Gewicht u. z. in der Währung des Beſtimmungslandes und nach deſſen Gewichts⸗ uſancen.

Bezüglich Madras ſei erwähnt, daß die Verſchiffung der Olſaaten von der Küſte Madras infolge der hohen Frachtſätze im Vergleiche zu Bombay und anderen Plätzen immer ſchwieriger wird. Ein großer Teil geht daher nach Birma zu Preiſen, mit welchen man bei den Frachtſätzen nach Europa nicht konkurrieren könnte.

*) 1 Mound= 40 Seers, 1 Seers ſomit 2 ½ 0 engl. Hier liegt alſo keine Preisnotiz im gewöhnlichen Sinne vor, ſondern eine Quantitätsnotierung, da man ſagt: für 1 Geldeinheit fix(Rupie) erhält man ſo und ſoviel Gewichtseinheiten(Seers).