Aufsatz 
Exegetische Abhandlung über Röm. III, 1-20 / G. W. Matthias
Entstehung
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ler und zwar 2 aus Secunda, 1 aus Quarta und 1 aus Quinta ab, ſo daß der Schülerbeſtand am Schluſſe des Halbjahres nur in Bezug auf die einzelnen Claſſen, nicht in Bezug auf die Totalſumme verändert war(10 in I, 6 in II, 17 in III, 20 in IV, 14 in V;= 66 im Ganzen). Zu Anfang des Winter⸗ halbjahrs zählte das Gymnaſium 64 Schüͤler, und zwar beſuchten 9 die Prima, 7 die Secunda, 16 die Tertia, 19 die Quarta, 13 die Quinta. Von dieſen gingen im Laufe des Winters 5 ab, ſo daß am Schluſſe des Schuljahres die Geſammtzahl der Schüler(9 in I, 4 in II, 16 in III, 17 in 1V, 11 in V) ſich auf 57, mithin auf 2 mehr als am Schluſſe des vorhergegangenen Schuljahres belauft.

Zur Univerſität wurden am 24. September 1850 zwei Schüler der Prima, Heinrich Brüning aus Langendiebach(alt 20 ¾⅜, Schüler des Gymnaſiums 7 ½, Schüler der Prima 2 Jahre), und Joſeph Hin⸗ kelbein aus Hanau(alt 20 ½, Schüler des Gymnaſiums 10, Schüler der Prima 2 Jahre), Erſterer um Theologie, Letzterer um Rechtswiſſenſchaft zu ſtudiren, mit Zeugniſſen der Reife(BZrüning mit dem Prä⸗ dicate gut, Hinkelbein mit dem Prädicate ziemlich gut vorbereitet) aus der Anſtalt entlaſſen. Außer dieſen beiden gingen im Laufe des Schuljahres ab:

A aus Secunda 1) Adolph Reich, um die höhere Gewerbſchule in Caſſel zu beſuchen, 2) Friedrich Schulz, um ſich dem Ingenieurfache zu widmen, 3) Philipp Hinkelbein 4) Hermann Ebener 5) Heinrich Lange, 6) Ludwig Rothe, die vier Letzteren, um ſich am Wohnorte ihrer Eltern weiter zu bil⸗ den 7) Julius Bode, um ſich einem techniſchen Fache zu widmen;

B. aus Tertia Anton Thomas, um Apotheker zu werden;

C. aus Quarta 1) Karl Hinkelbein, um ſich auf dem Gymnaſium in Marburg 2) Adolph Weiß, um ſich auf dem Gymnaſium in Rinteln fortzubilden, 2) Albert von Carlshauſen, um Militair zu werden;

D. aus Quinta 1) Eduard von Humbert 2) Ferdinand Brandau, um ſich zum Militairſtand vorzubereiten, 3) Emil Rothe, um ſich in Caſſel fortzubilden.

C. Bibliothek und Apparate.

1) Die Bibliothek des Gymnaſiums verwaltete bis zum Herbſt des Jahres 1850 der Gymnaſiallehrer Jung, ſeit dem Winterhalbjahre der Gymnaſiallehrer Dr. Dommerich. Letzterer unternahm die ſchon länger als nothwendig erkannte Aufſtellung eines neuen Kataloges. In Folge der etatsmäßigen An⸗ ſchaffungen wurde die Bibliothek um 166 Bände vermehrt, von welcher Zahl auf die Schülerbibliothek 44 kommen.

Mit beſonderem Dank ſind außerdem einige der Bibliothek zugegangene Geſchenke zu erwähnen, näm⸗ lich 1) Lucian's ausgewählte Dialoge von Dr. Eyſſel und Dr. Weismann; 2) eine die Ebene von Troja darſtellende Charte mit einer dazu gehörigen Beſchreibung. Das erſtgenannte Werk verdankt die Bibliothek der Guͤte des Herrn Dr. Weismann in Fulda, die unter 2 genannte Gabe der Freigebigkeit des Herrn Profeſſ. Dr. Forchhammer in Kiel..

2) Die Verwaltung derjenigen Bücher, deren Anſchaffung aus dem Legate eines dahier verſtorbenen Bürgers, Charles Pels, zur Unterſtützung wenig bemittelter Schüler beſtritten wird, wurde dem Dr. Dommerich übertrageu. Aus gedachtem Legate wurden während des verfloſſenen Schuljahres 31 Bü⸗

ſchafft und 11 Schüler mit Büchern verſehen. s Nheſa unei Aodarn bis jetzt noch unzureichend beſtellt, erhielt durch Anſchaffung einiger be⸗ ſonders nöthigen Inſtrumente einen ſchon lange gewünſchten Zuwachs.

4) Für den geographiſchen Apparat wurde theils Angefangenes fortgeſezt, theils Neues angeſchafft.