Aufsatz 
Die stadtrömischen Tempelgründungen der Kaiserzeit
Entstehung
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XIV

¹) Martial. I. 2,8 Limina post Pacis Palladiumgue forum vgl. Hülsens Plan, Röm. Mitteilg. V(1890) S. 87.

²) C. I. L. VI 953 imp. Nerva Caesar Aulgustus Germanicus] pont. max.[aedem Milnervae Fecit. Aur. Vict. Caes. 12,2 dbdicavit(Nerra) dedicato prius foro quod appellatur perrium, quo dedes Minervae eminentior consurgit et magnificentior.

²) Jordan F. U. XVII 116 vgl. S. 28 f.

¹) Jordan Top. I 2,449 ft. Richter S. 807. Gilbert III 322 f. vgl. Reber 163 ft.

5) Monum. dell' Inst. X 40 41a dazu Blümner Ann. d. Inst. XLIX(1877) p. 5 ft. und Petersen Röm. Mitteilg. IV(1889) p. 88. Domitian erbaute der Minerva drei Tempel, daß er zu dieser Göttin in besonders naber Beziehung stand und sie als seine besondere Schutzgottheit verehrte, wird uns auch sonst bezeugt Mart. VI 10.9 VIII 1,4 IX 3,10 Quint. X 1,91 Suet. Dom. 15 Cassius Dio LXVII 1,2; 16,1 Philostr. vit. VII 24 vgl. auch die außerordentlich zahlreichen Münzen mit Darstellungen der Pallas(Cohen n. 54 a. 80; n. 27 a. 83; n. 24 26, 28 a. 85; n. 65 a. 87; n. 66 a. 88; n. 67/68, 140/5 a. 88/89; n. 149/153 a. 90/91; n. 157/60 a. 92/94; n. 164/168 a. 95 u. s. w.) Von den Tempeldarstellungen auf Münzen scheinen zwei zu Minervenheiligtümern in Beziehung zu stehen. 1) Cohen n. 171 Revers. Inp. Cues.Temple rond à quatre colonnes, sans coupole; au milieu, la statue de Pallas debout; en haut des antéfixes des palmettes et des masques: 2) n. 491/95 Revers S. C.Domitien, debout à gauche, voilé, tenant une patère et sacrifiant devant un autel placé à l'entrée d'un temple, dans le quel est la statue de Pallas debout tenant une haste a. 85/S9; davon kann No. 1, der Rundtempel, nicht auf das Heiligtum des forum transitorium zurückgehen, im übrigen lassen sich die Bilder einer der drei Kultstätten weder zu- noch absprechen. Die Tempelbilder mit dem Vermerk lud. saec. fec. bezichen sich auf die Tempel der bei den Saecularspielen gefeierten Götter(Dressel, nummi Augusti et Domitiani ad Iudos saeculares pertinentes Eph. ep. VIII 310 f.), kommen also für Neubauten Domitians nicht in Betracht.

25.(7) Tempel der divi, von Domitian im Marsfelde errichtet.¹)

¹) Notit. und Curios. reg. IX Minervam Chalcidicam, dicorum, insulam keliclis. Borsari, Bull. comm. XIII(1885) p. 89 ergänzt zu divorim einen Accusativ sepulcrum oder mausolenm, so dass darunter das mausoleum Augusti, die Grabstätte der konsekrierten Mitglieder der gens Julia zu verstehen wäre, ihm schliesst sich Béurlier(a. a. O. p. 343) an, der daran erinnert, dass dic Familie des Augustus den Namen der domus divina führte. Näher liegt es indes dedem oder templun zu ergänzen(vgl. reg. XIV Fortis hortunde) oder porticum(s. unten die litterarische Überlieferung). Von dem Baue, der unter dem divorum des Marsfeldes verborgen ist, kann die von den Schriftstellern dem Domitian zugeschriebene porticus divorum um so weniger getrennt werden, da sich bei allen in der Aufzählung der Bauten Domitians eine gewisse Ordnung nicht verkennen läßt und da die Porticus dirorum uberall in Ubereinstimmung mit der Regionsbeschreibung im Zusammenhange mit den Bauten des Marsfeldes genannt wird, vgl. Eutrop VII 23 Fomae 7οςνε multa opera fecit, in his Capitoliuam et forum transitorium, Odeum(vgl. Gilbert III 336,2) Divrorum por- ticis, Isium 10 Serapium, Chron. win. I. p. 146 dicorumn es folgen die Bauten des Marsfeldes, Hieron. ad a. Abr. 2105=90 divorum porticus Isium ac Serapium. Es ist nicht nötig fäcere bei Eutrop im Sinne von restituere zu fassen, wie Borsari(a. a. 0. p. 88) und Béurlier(p. 343) es wollen, und also an einen Restitu- tionsban des Domitian zu denken, denn in Bezug aut das foruen transitorium ist diese Bedeutung ja sicher unzutreffend; die Möglichkeit, dass erst Domitian den Bau aufgeführt hat, lässt sich nicht bestreiten. Wenn die Überlieferung nur eine porticus divorum nennt, so setzt diese Notiz die Existenz eines Tempels voraus. Ob die Nachricht von der Errichtung eines templum dirorum durch den Kaiser Tacitus(vgl. No. 63) sich auf diesen Bau bezicht, bleibt unsicher.

26. Tempel des Sol am rechten Tiberufer vor der porta Portuensis(Vigna Bonelli) 9) im Jahre 102 wiederhergestellt. ²)

¹) Hier fanden sich eine Anzahl Iuschriften, die den Sol nennen. Bull. comm. XV(1887) p. 93+ C. I. L. VI 2185=31034(wie ich Cumonta. a. O. P. 469 entnehme.)[CI Julius[Aſnicetus lvolto suscepto primam

porticuſm... Slolis cum marmoriblus... oſpere novo amplialto.... ntis] inchoatis suſa impensla solo restituit[permlissu calatorum pontificum et flaminum cui unmunitas data est ab tis saeri-