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füllt, in die Luft ſteigen. Er diente früher zur Füllung von Luft⸗
ballons, wozu jetzt das bequemer zu erhaltende Leuchtgas benutzt wird. Als Einheit für die ſpec. Gewichte der Gaſe wählt man ent⸗
weder H als das leichteſte oder Luft als das verbreitetſte Gas.
H= 1 Luft= 1 N= 14 N etwas leichter als Luft 0= 16 O0 o ſchwerer„„ Luft= 14 ½ H= 141 ½ mal ſo leicht CI= 35,5 Cl= 2½ mal ſo ſchwer Kohlenſäure= 22 Kohlenſäure 11 ½„„„
1 H wiegt 1½1 0 g(0,08958 g)
1 Luft„ 1 ¼ g(1,2926 g)
1 Waſſer„ 1600 g
1 Platin„ 21000 g
Luft iſt alſo 14 ½ mal ſo ſchwer wie H Waſſer ⸗ u⁵ 770 2„ 2„ Luft Pt 1
e 2 2„„„ Waſſer Pt„ iber 200000,„„„ H.
1 1 1 1
Das Baſſer.
Verſuche: H verbrennt mit einer nur ſchwach bläulich leuchtenden, aber heißen Flamme, im Gegenſatz zur leuchtenden Kerzenflamme.— Chem. Harmonika.— Trocknet man H, indem man ihn durch conc. Schwefelſäure oder eine Chlorcalciumröhre ſtreichen läßt, und hält dann über die Waſſerſtoffflamme eine trockene Glas⸗ glocke, ſo beſchlägt dieſe ſich im Innern raſch mit Waſſer. Da dieſes durch Vereinigung von H und reinem O entſteht und auch nach obiger Zerſetzung aus dieſen beiden Elementen beſteht, ſo iſt die Verbrennung des H eine Oxydation.
Als leuchtendes Beiſpiel für die Genauigkeit und Gewiſſenhaftigkeit, mit der wiſſenſchaftliche Unterſuchungen angeſtellt werden müſſen, möge die Thatſache Erwähnung finden, daß Foucroy, Vauquelin und Seguin vom 13. bis 22. Mai 1790 ununterbrochen H verbrannten und dabei 7,214 Gran Flüſſigkeit erhielten, die ſie mit reinem Waſſer übereinſtimmend fanden. Abwechſelnd überwachten ſie Tag und Nacht den Verſuch.— Cavendish ſtellte 1766 Waſſerſtoff dar und wies 1781 die Bildung von Waſſer beim Verbrennen von H nach. Lavoisier zeigte dann 1783, daß Waſſer aus H und O beſtehe, und beſtimmte zuerſt das Gewichtsverhältnis von H zu 0 in Waſſer wie 1: 8. 1805 wies Gay-Lussac gemeinſchaftlich mit A. v. Humboldt nach, daß Waſſer durch Vereinigung von 2 Raumteilen H und 1 Raumteil O entſtehe.
Das Waſſer H O iſt eine farb⸗, geruch⸗ und geſchmackloſe Flüſſigkeit, deren phyſik. Eigenſchaften als bekannt vorausgeſetzt werden. Das gewöhnliche Waſſer, das Brunnen⸗, Quell⸗, Fluß⸗ und Regenmaſſer, iſt nicht rein, ſondern enthält immer mehr oder weniger aufgelöſte Stoffe, beſonders Kalk, Gips, Kohlenſäure, Luft


