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4. Saal 28. Mittelpult 23: Goldfunde aus Rumänien und Ungarn. Wandſchrank 6: Childerichgrab.
5. Saal 26. Fenſterniſche am Durchgang nach Saal 27. Skulp⸗ kuren und Abbildungen weſtgotiſcher Bauten in Spanien(8. Jahrh.).—
Miktelſchrank 19: Codex argenteus.— Vor der Erkerniſche nach dem Rhein zu: Grabmal Theoderichs(526), dazu die Bronzegitter enklang der Wand nach der Großen Bleiche.— In den beiden Erkern: Stoffproben
der helleniſtiſchen, ägyptiſchen Weberei und Stickerei a. d. 3.—7. Jahrh.
Saal 27, Wandſchrank 6: Nachbildungen eines Schwerkes von Flonheim, Rheinheſſen(fränkiſch), von Gültlingen, Hohenzollern- Sigmaringen(alamanniſch) und des Childerichſchwertes(fränkiſch). Im weſenklichen verraten dieſe eine gemeinſame Grundform, ſo daß wir ſie benutzen dürfen, uns das burgundiſche Schwert Siegfrieds, das uns das Nibelungenlied beſchreibt, zu vergegen⸗ wärkigen.
Ein Schüler wiederholt raſch noch einmal die weſenk⸗ lichen Merkmale des Siegfriedſchwertes: ein funkelnder, grüner Edelſtein am Knauf(aſpis iſt rot, braun, gelb, ſelten grün!), der Griff war golden, die Scheide mit roter Einfaſſung!
Beſchreibung des Flonheimer Schwertes: Der kleine Knauf fehlt, die Zierſtreifen der Knauf⸗ und Parier⸗ platte beſtehen aus ſchmalen gegoſſenen Goldblättern, in den Ver⸗ tiefungen rohe Granateinlagen, in der Mitte befindet ſich je eine leere Zelle in Geſtalt einer vierblättrigen Roſette, die wahrſchein⸗ lich mit weißem Schmelz gefüllt war.
Das„gehilz“ hatte einen mit Leder überzogenen Holzkern, der durch gepreßtes Goldblech in Form eines Sechsecks verkleidet war(das gehilz was guldin).
Von der Scheide ſind nur noch erhalten: das Mundſtück(Gold⸗ platte mit runden, rechteckigen und herzförmigen Granateinlagen), zwei Bügel zum Einhängen am Koppel(Bronze mit Goldblech überzogen und Granateinlagen) und das Ortband(ſilbervergoldet, Zwinge, vorn mit Granaten beſetzt, der rinnenförmige Silber⸗ ſtreifen hat wahrſcheinlich bis zur Mündung gereicht).
Scheide alſo aus vergänglichem Material, Leder.(Die rote Einfaſſung ſehen die Schüler am Childerichſchwert, beſonders aber am Skramaſax des Childerich.) Name des Langſchwertes: Spatha.
Zu dem Flonheimer Grab gehört ein Schild: der Buckel mit den ſilbernen Haltenägeln über dem Schwert in Wandſchrank 6.
Die Art der Befeſtigung am runden Holzſchild zeigen die Nachbildungen des Schildbruchſtückes von Caſtione und die Waf⸗ fenmodelle in der Ecke neben Wandſchrank 9.
Links und rechks von dieſem Schild befinden ſich auch die Modelle der verſchiedenen gebräuchlichen Speerarken, drei


