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3. Eine Stunde in IIa im Anſchluß an die Lekküre von„Der Nibelunge Noth“ 8.
Literatur:
L. Lindenſchmit, Handbuch der deutſchen Alterthumskunde, überſicht der Denkmale und Gräberfunde. I. Teil: Die Alterthümer der Mero⸗ wingiſchen Zeit. Braunſchweig 1880.— K. Schumacher, Siedelungs⸗ und Kulturgeſchichte der Rheinlande, III, 1. Teil, Kap. 1 und 2.— Albr. Haupt, Die älteſte Baukunſt, insbeſondere die Baukunſt der Ger⸗ manen, Berlin 1923 2.— G. Behrens, Aus der frühen Völker⸗ wanderungszeit des Mittelrheingebieks, Mainzer Zeitſchr. XVIIXIX, 1921/1924, S. 69 ff.— H. Nollau, Germaniſche Wiedererſtehung, ein Werk über die germaniſchen Grundlagen unſerer Geſittung, Heidelberg 1926.— F. Behn, Altgermaniſche Kunſt, München 1927.
Als Grundlagen für ergänzende Schüler⸗ vorträge können dienen:
1. Der Bericht des Priscus über die Hofhaltung Attilas. F. H. G. 4, 69 ff., zuſammengeſtellt bei G. Freytag, Bilder aus der deutſchen Ver⸗ gangenheit, I, Kap. 2.— 2. Abſchnitte aus Proſpers Chronik, z. B. Tod Gunthers, M. G. A. A. 9, 1. 1892, 341 ff.— 3. Venantius For- tunatus, de domo lignea(um 600).— 4. Ekkehards Waltherlied, dazu Scheffels Nachdichtung.— 5. Roſengartenlied und Biterolf als mhd. Epen, die den Kampf der Hunnen gegen Worms zum Gegenſtand haben.
Die vorbereitende Stunde:
Die Lektüre des Nibelungenliedes iſt zu einem Höhepunkt ge⸗ langt: Die wegmüden burgundiſchen Recken ſchlafen unter der Obhut Hagens und Volkers zum letzten Male in Frieden. Die ganze Atmoſphäre iſt unheilſchwanger, eine Spannung, die ſogar Volkers Geigenſpiel nicht beſeitigen konnte; in fahlem Lichle ſchimmert der ktrotzigen Wächter Wehr, im Dunkeln aber ſchleichen Chriemhilds hunniſche Mannen, lüſtern, den Mordſtahl im Blute der Burgunden zu kühlen.
Jeden Augenblick kann das Morden beginnen; das Bild des Friedens, das nun bald der Zerſtörung anheimfallen ſoll, auch aus den Funden im Muſeum aufleben zu laſſen, iſt hier die günſtige Gelegenheit.
Aufgabe für die Muſeumsſtunde: Wiederholung der nachſtehenden Strophen, ſo weit ſie Gegen⸗ ſtände, Waffen, Bauten beſchreiben oder erwähnen. 1721: Der übermüete Hagne, leit über siniu bein ein vil liehtez wäfen, üz des knophe schein ein vil liehter jaspis grüener danne ein gras. wol erkand ez Kriemhilt, daz ez Sifrides was.
38 Dieſes Stundenbild kann auch bei der Geſchichte der Völker⸗ wanderung' gebracht werden, u. U. parallel mit der deutſchen Lektüre.


