Aufsatz 
Die Gattung Idiocerus Lew. und ihre europäischen Arten / von C. L. Kirschbaum
Entstehung
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der die Wangen nur ganz schmal die Zügel begrenzen, die untere Partie des Gesichts vom Ende der Stirn an dadurch fast rechteckig, Clypeus gut doppelt so lang als am Grunde breit, unter der Mitte beiderseits stark erweitert, so dass derselbe am Ende etwa doppelt so breit ist als am Grunde, Zügel kaum breiter als der Clypeus am Grund, Seitennähte der Stirn schwach nach aussen gebogen, Scheitel am Hinterrand zwischen den Augen etwa 2 ½ mal so breit als das Auge hinten, in der Mitte kaum kürzer als an den Seiten. G letztes Bauchsegment jederseits mässig rund- lich ausgebuchtet, in der Mitte vortretend, Genitalklappen kürzer als das letzte Rückensegment. Grün, Schenkel und Hinterleib(wohl nur bei trockenen Exemplaren) gelblich, Mittelrücken ebenfalls gelblich, die ge- wöhnlichen 3 Zeichnungen braun, die grünen glänzenden Decken am In- nenrand bräunlich, über die Hinterleibsmitte ein breiter schwarzer unter- brochener Streif. 4 ½ mm. lang. Bei Pest im October von Herrn Dr. Mayr in Wien gesammelt.. 26. I. prasinus d. Spy. G.

Von verschiedenen Autoren werden ausser den hier beschriebenen Arten noch weitere aufgestellt. 1

Bythoscopus scurra Germ.(Fauna Ins. Eur. 17. 11) kann, da der Kopf nach der Abbildung entschieden schmäler ist, als der Vorderrücken, nicht hierher gerechnet wer- den, sie hat, wenn man von der bedeutenderen Grösse absieht, einige Aehnlichkeit mit der Gattung Agallia. Herrich-Schäffer überträgt den Namen auf seine Art(Deutschl. Ins. 144. 10), die meinem Id. impressifrons sehr ähnlich ist(siehe Anmerk. zu dieser Art), aber Flor(Rhynch. Livl. II. 166) mit mehr Recht identisch mit'seinem I. discolor zu sein scheint.

Bythoscopus varius Germ.(Fauna Ins. Eur. 16. 18) ist sicher nicht varias, die Beschreibung, die Flor(Rhynch. Livl. II. 166 fl.) nach einem von Germar be- stimmten Exemplar im Berliner Museum gibt, ist wesentlich verschieden. Die von Germar gelieferte Abbildung ist schwer zu deuten, und könnte, wenn sie ganz genau würe, wegen der geringen Breite des Kopfes gar nicht einmal zu Idiocerus gezogen werden.

Herrich-Schäffer's Bythoscopus notatus F., lestaceus, facie ferruginea, verlice, thorace et scutello nigro lacerato maculatis, elytris fusco venosis, fasciis 3 inter- ruplis albidis(Deutschl. Ins. 144. 11) erinnert sehr an larbatus HS. 9, kann aber nicht dazu gezogen werden, da der Autor ausdrücklich sagt, dass er beide Geschlechter von Regensburg habe, von einer Verschiedenheit des G aber nichts mittheilt. Ueber die Fühlerplatte ist von ihm nichts gesagt, in der Abbildung fehlt sie.

Curtis(British Entomology. XVI n. 733) bildet eine Idiocerus-Art, maculi- pennis, ab, und beschreibt sehr kurz und fast nur nach Zeichnung und Färbung ausserdem noch 6 eben desshalb nicht zu deutende Arten. I. maculipennis, über die