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7. ulmi bis in den October hinein an den Ulmen gefunden. Nur an einem Stamm in der Aue zeigte sich fast ausschliesslich T. alba.— Einen Unterschied in der Körperbeschaffenheit zwischen dieser zweiten(Fig. 14) und der ersten geflügelten Form habe ich, so weit eine Ver- gleichung überhaupt möglich war, nicht bemerkt. Die Präparate von Flügeln und Fühlern beider Formen zeigen eine vollständige Uebereinstimmung. Ferner ist der Grössenunterschied der zweiten geflügelten Form zwischen T. ulmi und T. alba ebenso wie bei der ersten, d. h. T. ulmi ist in allen Körpertheilen etwas grösser und derber als T. alba. Man nimmt diesen Grössenunterschied auch deutlich wahr, wenn Exemplare beider Arten an Baumstämmen zufällig neben einander her laufen, was ich oft gesehen habe.— Dass nun diese Thiere auch geschlecht- lich getrennte Junge in Eiform und in geringer Anzahl zur Welt bringen, und dass das weibliche Thier ebenfalls ein wirkliches Ei in sich birgt, aus welchem dann das Urthier für's folgende Jahr hervorgeht, brauche ich wohl nicht noch durch Aufzählen von einzelnen Beobach- tungsbeispielen nachzuweisen. Diese Thiere(Fig. 15 und 16) sind ebenfalls kleiner als die ent- sprechenden von T. ulmi, beide Geschlechter sind aber gelb von Farbe(die helle Färbung dieser Art gegen die vorige zeigt sich also durch alle Entwickelungsphasen). Das Verhältniss zwischen Männchen und Weibchen bezüglich der Grösse und Gestalt ist dasselbe wie bei T. ulmi. Eine specielle Beschreibung dürfte deshalb überflüssig sein.— Tetraneura alba hat somit denselben Entwickelungsgang während eines Jahres wie T. ulmi. Das aus dem überwinterten Ei hervorgehende ungeflügelte Urthier nimmt während der warmen Jahreszeit zweimal geflügelte Form an, wovon die erste die Ulme verlässt, irgendwo ungeflügelte Junge absetzt, welche wieder als zweite geflügelte Form auf die Ulme zurückkehren und da geschlechtlich getrennte Thiere niederlegen, von denen das Weibchen ein Ei(Fig. 2 a) in sich birgt, welches, von dem abgestorbenen Körper der Mutter umgeben, in den Rindenrissen der Ulme überwintert.
Schizoneura ulmi L.
Das Urthier dieser Art afficirt das eben aus der Knospe der Ulme hervortretende Blättchen in der Art, dass sich die eine Hälfte desselben mit fortschreitendem Wachsthum vom Rande aus nach der Unterseite hin umbiegt, wodurch mit der Zeit eine hellgelbe, blasige oder schwielige Rolle entsteht(Fig. 17). Es ist ebenfalls schwarz glänzend und hat in der Körpergestalt fast keine Merkmale, durch die man es von den Tetraneura-Arten unterscheiden könnte, nur ist es am Hinterleib etwas weniger abgestutzt und im Ganzen grösser als diese. Je nachdem das Blatt langsamer oder üppiger wächst, wird auch das Thier kleiner oder grösser. Bei seiner Metamorphose sind alle äusseren Vorgänge(Anzahl und Art der Häutungen, Bildung von Wollhaar, Beginn des Puppenzustandes etc.) ganz dieselben wie bei den Tetraneura-Arten. Nach der vierten Häutung ist der fast eiförmige Körper desselben schieferschwarz, 4 mm lang, 2,5 mm breit und hoch, der Kopf klein, Fühler und Beine kurz und schwarz.— Auch diese Blattlausart bringt lebendige Junge in Eiform zur Welt, deren Anzahl in üppigen Blattrollen über 100 beträgt. Die noch nicht 1 mm grossen Thierchen sind anfangs fast wasserhell, häuten sich viermal, neigen schon nach der ersten Häutung in's Grüne, werden dann rein grün und sehen nach der dritten Häutung, zu welcher Zeit sie etwas über 2 mm lang sind, grüngrau aus, wobei der Hinterleib noch dunkeler ist. Während der Entwickelung ist auch ihr Körper mit weissem Wollhaar bedeckt, und jedes derselben verlässt bei ungestörtem Wachsthum der Blattrolle diese als geflügeltes Thier. Zu der Zeit, in welcher die zuerst geborenen in den geflügelten Zustand übergehen, wird der Schluss der Blattrolle nach und nach lockerer, bis endlich durch das Aufrollen an einem der beiden Enden derselben, selten an beiden Enden zugleich, eine


