Aufsatz 
Die Aufgabe des deutschen Gymnasiums in Ansehung der religiös-sittlichen, geistigen und nationalen Bildung der Jugend / Keller
Entstehung
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29.

IV. Französische Sprache(3 St. w.) bei Fritzmann.

Unterrichtssprache ist in allen Classen die französische. In jeder Classe geht dem Unterrichte eine Viertelstunde Conversation voran. In allen Classen werden Compositionen und Uebungen über Rechtschreibung angefertigt; zu Anfang des Schuljahres wird das grammatische Pensum des abgeschlossenen Schuljahres wiederholt.

a. Grammatik: Das Hülfs- und regelmässige Zeitwort, das Substantiv, Adjectiv, Pronomen.

b. Lectüre: Im Winter: Schriftliche Uebersetzung aller deutschen Lectionen desMethodischen

Elementarbuches von Plötz; im Sommer: Choix de fables, par Lafontaine, Fénelon et autres.

c. Rechtschreibungsübungen.

V. Mathematik(4 St. w.) bei Dr. Bamberger.

Einfache und zusammengesetzte Regeldetri, Zins-, Rabatt-, Theilungs- und Mischungsrechnungen; Einiges aus der Planimetrie.

VI. Geschichte(2 St. w.) bei Kaufmann. Geschichte der Griechen und Römer, nach Welter. VII. Geographie(2 St. w.) bei Kaufmann. Die europäischen Länder ausser Deutschland, nach Daniel. VIII. Schönschreiben(1 St. w.) bei Armbrusler. Deutsche, Lateinische, Rundschrift und Steinschrift. IX. Gesang(1 St. w.) bei Armbrusier. Mit Quinta gemein. X. Zeichnen:(2 St. w.) theils nach Vorzeichnung, theils nach Vorlagen.

Tertia b.

(Ordinarius: Dr. Bamberger.)

I. Religionslehre(2 St. w.)

a: Katholische: Glaubenslehre. Kirchengeschichte. Dommerque.

b. Evangelische: Glaubenslehre nach dem II. Hauptstück des Katechismus. Das Evangelium

St. Matthäi wurde gelesen. Anthes. 1

II. Lateinische Sprache(8 St. w.)

1) Grammatik nach Seyffert: Die Casuslehre; Mehreres von den Tempora und Modi.

2) Lektüre: Wagners flores et fructus, erste Hülfte. 3) Uebersetzung aus Ostermann,

III. Abtheilung, letzte Hälfte(6 St. w. bei dem Classenführer.) 4) Caesar, de bello Gallico, I. Buch(2 St. w. bei Fritzmann.) III. Griechische Sprache(6 St. w.) bei dem Classenfuhrer.

1) Grammatik nach Curtius: Die Formenlehre grösstentheils. 2) Aus Jacobs griechischem Lesebuch die betreffenden Uebungsstücke. 3) Uebersetzungen aus dem Deutschen in das Griechische, aus der Anleitung von Rost und Wüstemann.