Verzeichniss der Abiturienten des Elbinger Gymnasiums von 1803— 1881 nebst Notizen über ihre späteren Lebensverhältnisse.
In dem vorjährigen Programm hatte Herr Dr. Anger versprochen, die Personalnotizen der Abiturienten des Elbinger Gymnasiums seit dem Jahre 1803 nach Rubriken geordnet mitzuteilen. Inzwischen ist er Michaelis 1883 als Director nach Graudenz berufen und hat mir die Veröffentlichung des folgenden Verzeichnisses übertragen. Ich bin im wesentlichen seinen Absichten gefolgt und habe mir nur in folgenden Punkten eine Abweichung erlaubt. Zunächst habe ich die schematische Form aufgegeben und alles in fortlaufender Reihe drucken lassen, sodann habe ich die Vornamen vor den Vatersnamen gestellt und den letzteren durch gesperrten Druck hervorgehoben. Die Reihenfolge der einzelnen Daten ist geblieben, wie sie beabsichtigt war, abgesehen davon, dass die Confession nur da angegeben ist, wo sie von der evangelischen abwich. Auch habe ich einige leicht verständliche Abkürzungen gebraucht. Im übrigen hatte ich, da das Verzeichniss von Dr. Anger nahezu vollendet war, nur wenig hinzuzusetzen oder zu berichtigen. Es umfasst somit die sämmtlichen Abiturienten von Ostern 1803 bis 1881 d. h. alle diejenigen, die von den Directoren Süvern, Mund und Benecke entlassen sind. Die Namen derselben konnten leicht aus dem Schüler-Album des Gymnasiums festgestellt werden, grössere Schwierigkeit machte die Sammlung der sonstigen Nachrichten. Sie sind mit Hülfe von Kirchenbüchern, durch mündliche und schriftliche Nachfragen erforscht und festgestellt. In dieser Beziehung hat Herr Pfarrer Rhode von der „Heilg. Drei Königenkirche“ hieselbst, welcher als einer der ältesten noch lebenden Abiturienten ein reges Interesse für diese Arbeit an den Tag legte, seine reichen Erinnerungen und Personalkenntnisse uns mit grösster Liebenswürdigkeit zu Gebote gestellt und durch vielfaches Bemühen die Eintragung genauer Daten oft erst ermöglicht. Er ist im eigentlichsten Sinne ein Mitarbeiter zu nennen; es ist mir daher eine angenehme Pflicht, ihm hier meinen herz- lichsten Dank auszusprechen.
Auf die mündlichen und schriftlichen Anfragen sind von fast allen Seiten befriedigende Antworten eingelaufen. Ich zähle beinahe 60 Postkarten und gegen 90 Briefe. Es zeigt diese Correspondenz jedoch nur äusserlich die Mühe an, welche diese Zusammenstellung gemacht hat. Oft hat erst die Stelle gesucht werden müssen, an der man den Hebel ansetzen musste, um überhaupt zuverlässige Nachrichten zu erhalten. Trotz solcher Bemühungen ist
1884. Progr. Nr. 30. 1


