— v— Quarta.
Ordinarius: Gortzitza.
1. Religion. 2 St. w. Wiederholung der Geschichte des alten Testaments und der 5 Hauptstücke des luther. Katechismus. Die Hauptpunkte der christlichen Sittenlehre auf Grund des 1. Hauptstückes entwickelt und darauf bezügliche Sprüche der Bibel gelernt. Wiederholung gelernter und Lernen neuer Kirchenlieder aus dem 16. u. 17. Jahrh. Lesen ausgewählter Abschnitte der historischen und didactischen Bücher des alten Testaments. Preuss, bibl. Gesch., Anger, Hilfsbuch.— Capeller.
2. Deutsch. 2 St. w. Lese- und Declamationsübungen aus Hopf u. Paulsieck's Lesebuch I, 3. Satz- und Interpunktionslehre. Monatlich ein Aufsatz.— Gortzitza.
3. Lateinisch. 9 St. w. Erklärung und Einübung der in Scheele's Vorschule II, 2 auf- genommenen Regeln über die Casus und Modi, sowie Uebersetzung der dazu gehörigen Uebungsstücke(1. Reihe). Lectüre: Weller's lateinisches Lesebuch aus Livius Abschnitt 7, 12, 13, 15— 17, Siebelis tBirocinium poeticum I. Buch 1—3 u. 4 teilweise. Einzelne Sentenzen aus dem tirocinium wurden auswendig gelernt. Wöchent- lich eine schriftliche Arbeit.— Gortzitza.
4. Französisch. 5 St. w. Weitere Einübung der Formenlehre, einschliesslich der gebräuch- licheren unregelmässigen Verba, in Anlehnung an Plötz' Elementarbuch. Lectüre der in dem dort angehängten Lesebuch enthaltenen Stücke. Declamationsübungen. Dictate, Extemporalien und Exercitien.— Lange. 8
5. Geographie und Geschichte. 4 St. w. Länderkunde der aussereuropäischen Erdteile nach Kirchhoff' 95.— Alte Geschichte nach Andrae’s Grundriss.— Behring..
6. Mathematik. 4 St. w. Arithmetik: Mündliche und schriftliche Uebungen im Rechnen mit gewöhnlichen und Dezimalbrüchen. Geometrie: Im Sommer propädentischer Unterricht; im Winter Lehre von den Winkeln, Parallellinien und Dreiecken. Einfache Dreiecksaufgaben.— Momber.
7. Naturgeschichte. 2. St. w. Im Sommer: Erläuterung des Linnéischen Systems, ver- bunden mit Uebungen im Bestimmen leicht aufzufindender Pflanzen. Entwickelung der morphologischen Grundbegriffe. Im Winter: Die Orduungen der Wirbeltiere unter Berücksichtigung der geogr. Verbreitung der wichtigsten Tierformen. Bail, Leitfaden 1.— Capeller.


