Aufsatz 
Caesar in Aegypten (48/47 v. Chr.). Historisch kritische Untersuchung / Heinrich Jung
Entstehung
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KSwτονm) dευοονέιι⁴ιννmMꝛ ⁸νοινν iομυνε νεεαννενν νν Maοεόιιos. Auf der Südseite des Eunostus befand sich der Kibotushafen, der durch einen schiffbaren Kanal mit der Mareotis in direkter Verbindung stand. Dieser Kanal mündet heutzutage weiter westlich in den Westhafen, sein ursprünglicher Lauf ist aber noch in einer jetzt überdeckten Anlage zu erkennen ¹).

Unter diesen geographischen Verhältnissen vermochten die Agypter alle Schiffe, die sie im Nil hatten. durch den Kanal von Alexandria in den Kibotushafen und alle Fahrzeuge, die sich in der Mareotis befanden(über deren Hafen vgl. Strab. 1, 7), durch den Kibotuskanal in den Kibotus- hafen und von da in den Eunostus zu befördern, ohne dass es Cäsar irgendwie hindern konnte. Nur ist dann auch εs ννν ϑᷣᷣςασkłĩ bei Dio a. a. 0. mit&s 1 ,b ⁄μ⁵μέενα zu identificieren, was wohl um so weniger Anstoss erregen wird, als für& 1νv△ eαœnach der gegebenen Situation doch keine andere Erklärung möglich ist. Nach Beendigung der gegenseitigen Vorbereitungen kam es nach dem b. Al. 14 zur grossen Schlacht im Eunostus. Nicht so bei Dio a. a. O. Nach ihm griff Ganymedes, nachdem er die Schiffe alle in den Westhafen gebracht, die Römer unvermutet an, verbrannte einen Teil ihrer Lastschiffe, den anderen kaperte er und machte darauf die Einfahrt in den Hafen wieder frei. Er plieb dort auf der Lauer und beeinträchtigte die Römer noch vielfach. Und dann folgte erst der Kampf der beiden Flotten im Eunostus. Von dem eben erwähnten Vorgang, der vor dieser grossen Schlacht stattfand, erzählt der Verfasser des bell. Al. ausdrücklich nichts, wohl aber finden sich Stellen, die auf ihn hindeuten und die Erzählung Dios sogar beleuchten ²). 19, 2 will sich Cäsar in den Besitz der beiden Brücken des Heptastadiums setzen, qud his obtentis duobus omnem navwigiorum evxcursum et repentina latrocinia sublatum iri videbat. 19, 5 stellen die Alexandriner an dem Heptastadium ihre navigia auf, quae consueverunt per pontes ad incendia onerariarum emittere. 21, 5 machen sie den Durchgang durch das Heptastadium wieder frei und gebrauchen ihn später ungehindert ad mittenda navigia. Durch diese Stellen werden auch die sonst unverständlichen Worte 12, 4 ct quantum parvulis navigiis profecissent, sentiebant klar. Der Verfasser des bell. Al. deutet hier also Vorgänge an, von denen uns Dio a. a. 0. bestimmt erzählt: die Alexandriner drangen mit ihren navigia durch die Brückenbögen des Heptastadium und verbrannten teils die römischen Lastschiffe(aςα ιυιν mνάαιειινεωσιν 10„ 641Qόαάνιπ— ad incendia onerariarum), teils kaperten sie dieselben(rςα( αε⁴νσά— repentina latrocinia). Der Unterschied zwischen beiden Schriftstellern ist der, dass Dio nur von einem bestimmten Vorgang erzählt, gerade wie Oros. VI, 15, 34: navali certamine pulsatus(vgl. S. 33), während aus dem bell. Al. zu schliessen ist, dass sich dieser öfters wiederholte, wenn nicht auch Dio diese Wiederholung mit den Worten zaxνταάο να ανdνν νπ αeά une hat ausdrücken wollen.

Der Verfasser des bell. Al. hat es also unterlassen, von Vorkommnissen, die für die Römer unangenehm waren, ausdrücklich zu reden. Woher kann nun Dio seine Kenntnis dieser Dinge haben? Nach Lucan X, 530 ff.:

nam rursus in arma Auspiciis Ganymedis eunt(sc. Alewandrini) ac multa secundo

Proelia Marte gerunt hat Livius von vielen Treffen, die die Alexandriner unter der Führung des Ganymedes glücklich bestanden, erzählt, nicht bloss von dem auf dem Heptastadium, auf das allein Lucan 534 ff. eingeht. Aus diesen vielen Treffen hebt Oros. VI, 15, 34 navali certamine pulsatus dasselbe hervor wie Dio(vgl. S. 33). Man kann also vermuten, dass Dio den oben geschilderten Vorgang aus Livius

¹) Was Stoffel, pl. 19, als aqueduc souterrain angiebt, ist natürlich für Strabos Zeit als offener Kanal zu denken. ²) Bereits Judeich, S. 91, hat auf diese Stellen hingewiesen.