Wir sehen, auch nach Dio folgt auf die erste Niederlage zur See vonseiten der Alexandriner eine Defensivmassregel, aber doch eine ganz anderer Art als die im bell. Al. c. 12 erzählte. Es lässt sich daher auch schlechterdings nicht annehmen, dass von der Erzählung des Dio irgend etwas in der Lücke des bell. Al. 12, 1 gestanden haben könne¹); vgl. die Auseinandersetzung S. 28. Die Darstellung Dios steht eben einzig da, aber sie ist, wenn sie auch jene Massregel in die Zeit vor dem Tode des Achillas verlegt, als immerhin Ganymedes bereits mit Arsinoe entwichen war(39, 1 1Rαm re roœrεεομεέκνιν, an und für sich durchaus verständlich und passt auch zu allem, was nachher erzählt wird. Denn kommen wir zu dem Abschnitt, in dem Dio die Wieder- herstellung der ägyptischen Flotte mitteilt. Da erzäühlt dieser 40, 1—2 von Ganymedes, der den Oberbefehl übernommen: mmOꝙ⁴ο³‿, 5 mει ½ ⁵ mτorxus*α u f iuun) 1, vvrfycysy dlda 1* roooxœxεασνςασ αœu—π‿ιeν αἀmν ε&εᷣ ν ϑααςσν τσνσεωςσννν κοωμασσς ος τεᷣ Pνμαei 1εν rr0000 Xo⁴εένφναι ε τνοασ‿πεααε αb τς μνιν mαQϑάχνν εκmνει᷑ ευυ odeαςων αάεν, τας s αυνdνασωσαα aH μεᷣd roëro 16ν εεᷣ εσφπιοωυωννυꝙτν uνπ̈νποο sᷣexdνννέ κααάνα νdxν τᷣd σeσ une. Dio und das bell. Al. unterscheiden sich zunächst darin, woher die Schiffe der neuen Flotte stammten. Denn b. Al. 13, 1 lesen wir: Erant omnibus ostiis Nili custodliae exigendi portorii causa dispositae; naves veteres erant in occultis regiae navalibus, quibus mullis annis ad navigandum non erunt usi? has reficiehant, illas Alerandriam revocabant. Der Versammlungsort der neuen Flotte war der Eunostus(S. 28). Um diesen zu erreichen, durften die Wachtschiffe nicht über die hohe See fahren, die ja Cäsar beherrschte, konnten aber, wie wir bei Dio sehen werden, nilaufwärts und durch die Kanäle in den Westhafen gebracht werden. UÜber die occulta regiae navalia giebt uns Strabo XVII, 1, 9 Aufschluss: oντιει(den inneren Königsgebäuden, die mit der Lochiasspitze in Verbindung stehen) d νmöxetrat ⁶o 1ε 6ουνανι⁶ dlνυmOmM cßcͥk elGrc, 7910 G½ 1φάꝙ+† ÿϑ‿ασ●ν Da nun Cäsar im Besitze des„grossen Hafens“ war, seine Lastschiffe sogar in der Nähe des Heptastadiums lagen, durch dessen Brückenbögen die Alexandriner, wie wir unten sehen werden, später erfolgreiche Vorstösse gegen jene machten, so bleibt es unerklärlich, wie nach dem b. Al. die alten Schiffe aus dem königlichen Hafen in den Eunostos verbracht wurden. Wohl aber kann man sich die Darstellung Dios verständlich machen. Nach ihm a. a. O. wurden alle Fahrzeuge vereinigt, welche sich in dem Flusse, d. i. in dem Nil, und in dem See, d. i. in der Mareotis, befanden. Diese wurden mit den neu ausgerüsteten Schiffen&s τννvð⁵ α‿ςσαν ⁶ϑ τπν νωQjeschafft. Von der Mareotis lesen wir Strabo XVII, 1, 7 mOάe dᷣ τατν οα dινμονυέιν ⁶ Nidos. Mit diesem Neilos ist der kanobische Arm gemeint, vgl. Strab. XVII, 1, 22. Ob Dio ν τ π faxu auch nur auf den kanobischen Nilarm bezogen wissen will, ist möglich, da die Alexandriner die Schiffe in sehr kurzer Zeit(b. Al. 13, 3) aufbrachten, kann aber dahingestellt bleiben, weil ja alle Nilarme durch Kanäle mit einander verbunden waren(Strab. XVII, 1, 4). Nach Strab. XVII, 1, 16 teilt sich der kanobische Arm bei Schedia in zwei Teile, der eine geht nördlich weiter nach Kanopus, der andere wendet sich westlich nach Alexandria zu. Der letztere ist der schon oben(S. 25) erwähnte Mahmudiyekanal, der sich südlich von Alexandria der Mareotis entlang erstreckt, die Stadt mit Trinkwasser versieht und an seinem westlichsten Punkte sich mit einem anderen Kanal vereinigt. Uber diesen schreibt Strab. XVII, 1, 10 al* drrso zoörov ſi. e. EFöyögrou] d 6ννκιαs (Sc. Luuſν), 5v ad KSrν Qκα‿οναυνν, ε&νυπν ꝙναά ατς εανσοσα ⁸ν⁴οεεςιι ε τοντv(sc. jedenfalls
¹) Dies nimmt Judeich, S. 89 an, indem er gar Dio 38, 3 1ui ε& àαέινονιασꝓφόν εεασmσά³³νασm0ſντστονμαα αμιετον.. rοααυν mit b. Al. 12, 1 et materiam cunctam obicerent vergleicht, obwohl beide Stellen ganz Verschiedenes bedeuten. Zudem müsste später irgendwo im b. Al. die Aufhebung der Hafensperre angedeutet werden, was aber nicht der Fall ist.


