Aufsatz 
Caesar in Aegypten (48/47 v. Chr.). Historisch kritische Untersuchung / Heinrich Jung
Entstehung
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2α νυσμεᷣeνz⁊χσοοσ πlενςα² Üüberzogen, und führt als ersten Beweis dafür die Sperrung der Kanäle an. Man braucht aber diese Massregel nicht notwendig auf Achillas zu beziehen, da das, was Plutarch unter rοναιον ε erzählt, sich sicher nach dem Tode des Achillas ereignete. Jedenfalls fand das, was Plutarch als 7rονπιν αυιν anführt, später statt als das unter dεντιεον ε Erzählte. Dio und Plutarch scheinen also hier einen chronologischen Fehler zu begehen.

Als Gegenmassregel liess Cäsar Brunnen graben(b. Al. c. 9, 1), und es fand sich in einer Nacht eine grosse Menge süssen Wassers(9, 2). Dieser Erfolg steht im Widerspruch mit c. 5, 3. quod fons urbe lota nullus est; ferner liess Cäsar bald darauf an der sog. Chersones aquandi causa landen(c. 10, 2). Noch gegenwärtig erhält Alexandria sein Wasser grösstenteils durch Sammlung in Cisternen ¹). Der Autor des bellum Alex. ist eben bemüht, die Verlegenheit, in welche Cäsar durch die Anstrengungen der Alexandriner geriet, möglichst abzuschwächen, und verwickelt sich so in Widersprüche.

Zwei Tage später, als die Alexandriner den Römern das Trinkwasser abschnitten und diese ihnen entgegenzuwirken suchten(eo biduo, b. Al. 9, 3), traf für Cäsar Hilfe aus Asien ein. Nach b. c. III, 107, 1, hatte sich Cäsar, sobald er nach dem Betreten Alexandrias die feindselige Gesinnung der Bewohner erkannte, nach Hilfe umgesehen: quibus rebus animadversis legiones sibi alias ex Asia addluci iussit, quas er Pompeianis militibus confecerat. Dieser Befehl war an Cn. Domitius Calvinus gerichtet, der mit drei Legionen in Vorderasien stand; er war im Begriff, gegen Pharnaces zu ziehen, als er dem Wunsche Cäsars nachkam: duas(legiones) in Aeggptum ad Caesarem mitlit litteris eius evocalas; quarum altera bello Alerandrino non occurrit, quod itinere terrestri per Syriam erat missa(b. Al. 34, 3). Nach dem 2. Oktober hatte Cäsar die Stadt betreten(vgl. S. 4), in den nächsten Tagen musste er den Befehl nach Asien haben abgehen lassen. Der Bote brauchte zur See bei günstigem Fahrwind von Alexandria bis Ephesus etwa 7 Tage ²), er kam also etwa Mitte Oktober zu Domitius Calvinus. Cäsar hatte aber noch eine zweite Botschaft an diesen abgeschickt und zwar nach den ersten Gefechten mit Achillas, nach der Cernierung durch diesen: dimisit- ceircum omnes propinquas provincias atque auæilia evocavit(b. c. III, 112, 6), vgl. b. Al. c. 1, 1. Von den an Domitius abgeschickten Boten erzählt b. Al. 38, 1: Pharnaces interceptis tabellariis, qui de Alerandrinis rebus litteras ad Domitium ferebant, cognoscit Caesarem magno in periculo versari flagitarique ab Domitio, ut quam primum Caesari subsidia mitteret propiusque ipse Alerandriam per Syriam accederet. Als Cäsar diese Boten absandte, befand er sich in der That in grosser Gefahr, auf seinen ersten Befehl war aber noch keine Hilfe eingetroffen. Diese hatte Domitius bereits auf den ersten Befehl des Cäsar hin abgeschickt, denn b. Al. 34, 3 heisst es ausdrücklich: duas in Aegyptum ad Caesarem mittit ³). Mit der ihm gebliebenen 36. Legion verbindet er die übrigen herangezogenen Streitkräfte(adjungit Cn. Domitius legioni XXXVYVI sqç., b. Al. 34, 4). Domitius kannte aber auch den 2. Befehl des Cäsar, wahrscheinlich hatte Pharnaces die abgefangenen Boten wieder freigelassen, denn er wurde am meisten durch die gefährliche Lage Cäsars zur Schlacht bei Nikopolis bestimmt(b. Al. 39, 1). Da er dem ersten Teil dieser erneuten Forderung Cäsars adt quam primum Caesari subsidia mitteret bereits entsprochen hatte, so blieb ihm nur noch die Erfüllung des 2. Teiles derselben propiusque ipse Alerandriam per Syriam accederet übrig. Domitius verlor die Schlacht bei Nikopolis, er zog sich nach Vorderasien zurück, was er aber dort trieb, weiss man nicht, jedenfalls kam er Cäsar nicht persönlich zu Hülfe.

¹) H. Kiepert, S. 344; Baedeker, S. 233. ¹) O. E. Schmidt, S. 205. 3) Die Darstellung Judeichs, S. 73, ist nicht zutreffend,