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3. ihr Verhältniſs zur Schule als der Anstalt der Vermittelung zwischen den unter 1 und 2 genannten Factoren des Lebens;
4. ihr Verbältniſs zu sich selbst und ihren eigenen Entwickelungsphasen im Laufe der Zeit und bei verschiedenen Handelsvölkern, d. h. die Geschichte der Handelsgeographie.
Die Aufgabe ist so groſs, daſs sie der vereinigten Kräfte wohl bedarf. Eine umfassende Aufstellung methodologischer Grundsätze für die Bearbeitung der Handels- geographie, an der es bis dahin gänzlich fehlt, ist erst nach Behandlung der bezeichneten 4 Hauptfragen möglich. Zwei unserer Handelsgeographen haben bereits ein Bewuſstsein von methodologischen Anforderungen: v. Reden und C. Crüger. Was bei Jenem, dem Statistiker, die statistische Gewissenhaftigkeit und ein Vorschweben statistischer Ziele, das bewirkte bei Diesem das Bestreben, vor allen Dingen seiner Vaterstadt, dem Sechandelsplatze Hamburg, zu dienen. Aber Beider Anforderungen liegen auf verschie- denen Seiten und sind beschränkt. Der Eine miſsachtet zu sehr die„einseitig beschrei- bende“ Weise. Der Andere übt nicht genug Strenge in statistischer Auswerthung seines Materials.
Es versteht sich von selbst, daſs der Verfasser dieser Bemerkungen nicht gesonnen ist, bei Erörterung der mannigfachen Beziehungen der Handelsgeographie unthätig im Hintergrunde zu bleiben; vielmehr hat er aus später noch anzugebenden Gründen vor- zugsweise die Geschichte der Handelsgeographie zur speciellen Durcharbeitung er- wühlt. Sie ist, wie jedes der oben genannten 4 Hauptkapitel ein neues, bis dahin günzlich unbebauetes Feld, dessen Bearbeitung ihre Beschwerden, aber auch ihre Be- lohnungen hat. Möchten gleichzeitig auch Andere an eine der 4 Fragen gehen. Für einen kleinen Ausschnitt von Nr. 2 und 3 kann Hopfe als ein Vorarbeiter gelten, inwiefern er in dem oben(1) citirten Programme das Verhältniſs der allgemeinen Geo- graphie und der Handelsgeographie innerhalb der Realschule behandelt. Der Rahmen jedoch, in den er seine übrigens treffenden Bemerkungen einzeichnet, ist kleiner, als der unsrige: ihn kümmert nur die Accommodation der Schule, nicht die Um- und Fort- bildung des Gegenstandes.
Wie soll nun aber Beides gegeben werden, für die Arbeiter in den Schulen eine vorläufige Orientirung auf dem Gebiete der handelsgeographischen Literatur nach ihrer dermaligen Beschaffenheit, und für die Männer vom Fach zugleichi eine Bezeichnung dessen, worauf es bei Fortbildung der Handelsgeographie zur Wissenschaft und zu einem werthvollen Bildungsmittel ankommen dürfte?
Ich habe die betreffende Literatur in 4 Gruppen gebracht:


