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Die Spiegel werden auf Klötzchen befeſtigt, wie bei dem Reflexionsapparat angegeben iſt. Es wird zu dieſer Vorrichtung ein Rahmen, ähnlich den Zeichenrähmchen, gemacht. Auf dem Rahmen wird ein Stück Pappe aufgenagelt und darauf eine zweite, in welcher in einem Bogen viereckige Löcher ausgeſchnitten ſind, in welche die Klötzchen mit den Spiegeln eingeſteckt werden. Die zu benutzende Pappe wird möglichſt dick gewählt.
Der Gnomon. Ein Brett wird kreisrund(etwa 20 cm Durchmeſſer) geſchnitten und darauf ein Zeichenblatt geklebt mit concentriſchen Kreiſen im Abſtand von 2 zu 2 cm. In der Mitte ſteht ein kleines etwa 6 cm hohes, oben zugeſpitztes Stäbchen.
Auch die Form, wie ſie in Noak, Leitfaden für phyſikaliſche Schülerübungen, 1892, Seite 10 angegeben, läßt ſich leicht ausführen.
Die Briefwage.(Fig. 4.) Dieſelbe iſt in ½¼ nat. Größe in Fig. 4 im Grund⸗ und Aufriß gezeichnet. Auf einem viereckigen Brettchen ſtehen zwei Säulchen, zwiſchen denen ein Rheotandraht geſpannt iſt, welcher dem ungleicharmigen Hebel cf als Achſe dient. Die Art und Weiſe, wie dieſer Hebel gebogen iſt, iſt aus der Figur erſichtlich. An dem Zeiger e iſt eine kleine Meſſingkugel angelötet. Die Skala, deren Einteilung durch Verſuche beſtimmt wird, iſt auf einen Karton gezeichnet, der an dem Fußbrett und einem Säulchen s. f angeleimt iſt.
Apparat für das ſtabile Gleichgewicht. Poske, Ztſchr. f. d. ph. u. ch. U. XIII. S. 276.
Durchſchnittsmodell der Schieberſteuerung der Dampfmaſchine. Frick, phyſ. Technik. 6. Aufl. Bd. I. S. 658.
Es liegt nicht in der Abſicht des Unterzeichneten über den Wert des Handfertigkeitsunterrichts an höheren Schulen ſich zu verbreiten; dies iſt in einer Programmabhandlung von J. A. Beringer, Handfertigkeitsunterricht und Mittelſchule, Mannheim 1895, Progr. Nr. 641 in ſehr erſchöpfender Weiſe geſchehen. Es kam ihm nur darauf an in kurzen Zügen zu ſchildern, wie der Hand— fertigkeitsunterricht im Dienſte des phyſikaliſchen Unterrichts an hieſiger Realſchule betrieben wird. Allen Herren Kollegen wäre der Unterzeichnete dankbar, wenn ſie ihm weitere Apparate angeben wollten, deren Ausführung ſich für unſeren Handfertigkeitsunterricht eignet.
Zum Schluſſe ſagt der Unterzeichnete dem Herrn Direktor Dr. Gerhard für die Einrichtung des Unterrichts und die fortdauernde wohlwollende Unterſtützung desſelben ſeinen herzlichen Dank.
Michelſtadt, Januar 1901. L. Hönig.


