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des Conrector's Unverzagt, von welchem derselbe leider jetzt noch nicht wieder ganz hergestellt ist. Da es ihm von Anfang des Wintersemesters durch den Arzt verboten var, das Zimmer zu verlassen, er sich jedoch kräftig genug fühlte und es selbst wünschte, seinen Unterricht zu ertheilen, so wurden ihm die beiden Abtheilungen der Prima, in denen die grösste Zahl seiner Stunden liegt, in seine ganz nahgelegene Wohnung geschickt und von ihm dort unterrichtet. Vom 1. bis 23. December konnte er sogar seinen Un- terricht in der Anstalt wieder ertheilen. Da aber nach Neujahr sein Leiden sich wieder verschlimmerte, so musste er vom 1. Februar bis zum 22. März von allem Unterricht ent- bunden werden. Durch Combination der beiden Abtheilungen der Prima, sowie durch Vertretung der anderen Lehrer ist die so entstandene Lücke möglichst ausgefüllt wor- den. Auch bei den übrigen Lehrern sind vorübergehende Unterbrechungen des regelmäs- sigen Unterrichts durch Unwohlsein vorgekommen.
Unmittelbar nach dem Schlusse des vorigen Schuljahres, am 17. April, dem ersten Tage der Ferien, verlor die Anstalt zwei brave, hoffnungsvolle Schöler, Lud wig Görz von Wiesbaden und Georg Friedrich Kaiser von Biebrich, dureh den Tod. Beide gehörten der Unterprima an, und waren erst Tags vorher nach Oberprima versetzt wor- den. Sämmtliche Lehrer, sowie die noch hier anwesendeu Mitschüler begleiteten sie zu ihrer letzten Ruhestätte.
II. Chronik des Realgymnasiums.
Die Osterferien des Jahres 1867 begannen am 17. April und dauerten bis zum 8. Mai, an welchem Tage die neu angemeldeten Schüler, 26 an Zahl, geprüft wurden. 25 wurden aufgenommen, einer zurückgewiesen.
Den 9. Mai Eröffuung der Schule, durch Ansprache des Directors; Beginn des Schuljahres 1867— 1868,
Den 24. Mai Vereidigung der Lehrer als Diener Sr. Majestät des Königs.
Die Pfingstferien dauerten vom 8. bis 17. Juni incl.
Den 20. Juni frei— Frohnleichnamsfest.
Den 30. und 31. Juli frei.— Ankunft Sr. Majestät des Königs in Wies- baden.— An den festlichen Aufzügen zum Empfang Sr. Majestät nahmen alle Lehrer und Schüler, an den Serenaden, die dem neuen Landesherrn während seines Verweilens in unserer Stadt dargebracht wurden, die besten Sänger unserer Anstalt Theil.
An den Nachmittagen des 13., 15. und 20. August wurde der Unterricht wegen der grossen Hitze ausgesetzt.


