Aufsatz 
Ramond de Carbonnières : ein Beitrag zur Geschichte der Sturm- und Drangperiode / Ferdinand Heymach
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Leider ſind die Amours alsaciennes im Druck wenigſtens Fragment geblieben. 1777 ver⸗ öffentlichte Ramond Les dernières aventures du jeune d'Olban,*) mit der ZueignungA monsieur Lenz und mit der kurzen Préface: Voici les erreurs, les infortunes des coeurs sensibles, lis, àme froide, et condamne! Eine längere Vorrede, wie ſie ſich in einem von dem Autor ſelbſt commentirten Exemplar findet, war anſcheinend für die Herausgabe des ganzen Dramas beſtimmt. Sie lautet:

En composant cet ouvrage, j'ai connu ou je wai pas connu les unités. Si je ne les ai pas connu, il y a apparence qu'elles ne sont pas dans la nature; et si je les ai connues, cela ne démontre pas qu'elles y sont: mais on en doit conclure que j'ai travaillé pour exciter de l'intéret, et non pour observer des unités. La raison de cela est que Pon pardonne tout à pintéréet et rien aux règles. Les Anglais et les Allemands sont de mon sentiment, et cela ne prouve pas quil est mauvais: les Français sont d'un autre avis, et cela ne prouve point que le leur soit bon.

Quoi quil en soit, je n'attente sur les droits d'aucun genre ni sur T'opinion de personne, puisque je ne classe pas mon ouvrage et que je déclare que je trouverai fort bon que ceux qui ont refusé aux pièces de Shakespeare le nom de tragédies, quoi- qu'elles inspirent la terreur et la pitié, donnent à mon drame le nom de farce, quoi- qu'il n'inspire pas le dégoùt.

Es war der Schluß des Werkes, der mit den dernières aventures du jeune d'Olban zuerſt der Offentlichkeit übergeben wurde; die beiden vorhergehenden Teile ſollten ſpäter verlegt werden. Noch im nächſten Jahre ſtellte der Dichter deren Erſcheinen in ſichere Ausſicht.**) Nichtsdeſtoweniger iſt die Herausgabe unterblieben, obgleich das Ganze gewis ſchon Ende 1775 im Manuſcript voll⸗ endet war. Offenbar hatte der Autor gerade auf den Schluß beſondere Hoffnungen geſetzt, die ſich dann aber nicht erfüllten und ihn ſo veranlaßten, Anfang und Mitte des Stückes fallen zu laſſen. In der Salzmannſchen Geſellſchaft iſt das ganze Werk zum Vortrag gekommen. Lenzens Berichterſtattung gewährt uns ſogar die Möglichkeit, die Reihenfolge der einzelnen Teile feſtzuſtellen:

1. Teil. Das am 25. Januar 1776 von Matthieu mitgeteilteerſte Drama ſeines Freundes

Ramonds, das dem bereits verleſenen zur Einleitung diente. Titel unbekannt. 2. Teil.Der Duell, in der Geſellſchaft am 22. Aug. 1776 von dem Verfaſſer ſelbſt vor⸗ getragen.

3. Teil. Les malheurs de l'amour, in den Sitzungen vom 21. Dezember 1775 und vom 8. Februar des folgenden Jahres vorgeleſen als Les dernieères aventures du jeune d'Olban 1777 gedruckt.

Das Fragment, wie es uns vorliegt, beſteht aus drei Akten. Jede dieſer 3 journées um des Dichters Bezeichnung wiederzugeben wird durch ein Gedicht abgeſchloſſen, das mit der Handlung des Stückes nur die Stimmung gemein hat. Ebenſo wird das Ganze durch ein längeres, düſter verſchwommenes Poem eingeleitet: le chant de Schwartsbourg. Die Elegien des nächſten Jahres brachten dieſelben Gedichte nochmals zum Abdruck. Es ſind außer dem bereits erwähnten: Poiseau, la rose und le chene. Schwer iſt nur zu ſagen, wie und weshalb ſie überhaupt in

*) Les dernièéres aventures du jeune d'Olban; fragment des amours alsaciennes Xverdon 1777. 8o. 104 S. **) Elég. S. 60 Anmerkg.