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Beneficium wurde zu einer Hälfte dem Obertertianer Alexander Weith, zur andern Hälfte dem Ober⸗ primaner Paul Wagner verliehen.
8. Das Dr. Ernſt Kornemannſche Stipendium, geſtiftet 1879 von dem früheren Schüler des Gymnaſiums, dem am 3. November 1892 als Inſtitutsvorſteher in Paris verſtorbenen Dr. Ernſt Kornemann, für ſolche Studierende der neueren Sprachen im Ausland, welche Abiturienten des Friedrichs⸗Gymnaſiums geweſen ſind. S. Programme von 1880, S. 25 und von 1881 S. 68 f.— Der Kapitalbeſtand dieſer Stiftung beträgt 21 665,17 Mark.— Für dieſes Stipendium war in dem ab⸗ gelaufenen Schuljahr kein Bewerber vorhanden.
9. Die Lotzſche Stiftung, begründet 1879 durch ein Geſchenk des Banquiers Edmund Lotz als Beihülfe zu den Ausbildungskoſten für Söhne von Lehrern des Friedrichs⸗Gymnaſiums. S. Programme von 1880, S. 25, und von 1881, S. 69.— Das Stiftungskapital iſt durch Zinſenertrag auf 6000 Mark angewachſen.— Das Stipendium der Stiftung erhielt im abgelaufenen Schuljahr der Stud. jur. Walther Stoll. Der Kapitalüberſchuß von 405,14 Mark wurde dem Maſchinenbau⸗Eleven Martin Hüpeden verliehen.
10. Die Dr. Friedrich Großſche Stiftung, ein Vermächtnis des früheren Lehrers des Gymnaſiums(1845 bis 1847 und 1854 bis 1869), des am 30. September 1879 als Bibliothekar der Landesbibliothek in Caſſel verſtorbenen Dr. Friedrich Groß zur Unterſtützung bedürftiger und würdiger Schüler des Friedrichs⸗Gymnaſiums, zunächſt ſolcher, die der Familie des Stifters angehören. S. Programm von 1881, S. 13.— Das Kapital dieſer Stiftung beträgt jetzt 3083,01 Mark. Die Zinſen wurden ſtiftungsmäßig den beiden Enkeln des Stifters, den Oberſekundanern Hans Appel und Karl Groß verliehen.
11. Das Luther⸗Stipendium des Friedrichs⸗Gymnaſiums zu Caſſel, geſtiftet zum 10. November 1883 von den damaligen evangeliſchen Lehrern des Gymnaſiums für ſolche Studierende der ev. Theologie, welche Abiturienten dieſer Anſtalt geweſen ſind. S. Programm von 1884, S. 37.— Das Stiftungskapital beträgt jetzt 4269,44 Mark.— Das Stipendium dieſer Stiftung erhielt für 1902 der Stud. theol. Otto Riemenſchneider aus Caſſel.
12. Die Gideon Vogt⸗Stiftung, geſtiftet 1893 von Lehrern des Gymnaſiums und früheren Amtsgenoſſen und Schülern des am 31. März 1893 in den Ruheſtand getretenen Direktors Geh. Reg.⸗Rats Dr. Gideon Vogt zu Geldgeſchenken an begabte, fleißige, brave und bedürftige Schüler des Friedrichs⸗ Gymnaſiums, im Sommer vorzugsweiſe als Beihülfe zur Beſtreitung der Koſten einer Badekur oder eines Landaufenthaltes. S. Programm von 1894, S. 14 f.— Das Sitiftungskapital beträgt jetzt 5084,74 Mark. Ein Stipendium wurde fir 1902 dem Obertertianer Ludwig Spohr verliehen.
Das neue Schuljahr wird Montag, den 20 April nach 3 ½ Uhr mit einer gemeinſamen Andacht eröffnet werden. Am Vormittage desſelben Tages von 8 Uhr an findet die Aufnahmeprüfung der neu zugehenden Schüler ſtat, ſoweit dieſe nict ſchon am 3. dpri geprüft worden ſind.
Damit den AngSertgen der Schüler der mündliche Verkehr mit den Lehrern erleichtert werde, hat jeder Lehrer wöchentlich pei⸗ Sprechſtunden angeſetzt, die auf einer Tafel auf dem Korridor des Gym⸗ naſiums verzeichnet ſind..
Caſſel, am 28. Februar 1903. Dr Ir Heußner.


