Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte des ehemalign lutherischen Gymnasiums zu Hanau / C. Herwig
Entstehung
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Durch einen beſonderen Vorfall iſt uns anch eine Liſte der von Bergſträßer zur Univerſität beförderten Schüler erhalten worden. Im Jahr 1790 war die Schule im Adreßkalender unter dem Namen Lyceum aufgeführt. Dies wurde als eine auffallende Neuerung vermerkt und zuerſt Strieder, der Herausgeber des Kalenders, dann die Regierung, dann das ev. luth. Conſiſtorium und endlich Bergſträßer zum Bericht aufgefordert. Letzterer verſicherte, er habe dieſe Benennung nicht veranlaßt und nicht verlangt, man gebe ſie jedoch allgemein ſolchen Schulen, welche taugliche Candidaten zur Univerſität erziehen, und an ſolchen habe es der Schule ſeit den 30 Jahren, die er an derſelben diene, nicht gefehlt. Die Liſte dieſer ehemaligen Schüler fügte er bei. Das Conſiſtorium ſagt in ſeinem Berichte:„Da die hieſige lutheriſche lateiniſche Schule, deren guter Ruf im Publikum durch die Geſchicklichkeit und zweckmäßige Leitung des Conſiſtorial⸗ rath Bergſträßer noch ſehr vermehrt wird, die bisher ſchon ſo manchen gelehrten und brauchbaren Mann gebildet und der Stadt viel Vortheil durch fremdes Geld verſchafft, von jenen bloſen Trivialſchulen in Babenhauſen, Gelnhauſen ꝛc. wirklich unterſchieden zu werden verdient, und ſich allzeit einem Gymnaſium in Idſtein und Weilburg, einem Pädagogium in Darmſtadt ꝛc. an die Seite ſetzen kann; ſo halten wir uns verpflichtet, erwähnte Schule in ſolcher Rückſicht zu beſonderer höchſter landesväterlicher Huld und Gnade zu empfehlen. Aber es erfolgte der gnädigſte Befehl, künftig das Wort Lyceum, welches die ehe⸗ malige hohe Schule allhier nur allein führe, wegzulaßen.

Wir laßen hier die Liſte folgen, welche Bergſträßer ſeiner Eingabe beilegte:

„Ohngefähres Verzeichnis der Scholaren von Adel ꝛc.

1. v. Freudenſtein aus Gelnhauſen. 17. v. Trümbach aus Hanau

2. Baron von Eßen aus Liefland. 18. v. Pourtales aus Neufchatel.

3. v. Plönnies aus dem Odenwalde. 19. v. Jakobel desgl.

4. v. Geißmar aus Hanau. 20. v. Martinville aus Paris.

5. v. Gayling aus Babenhauſen. 21. Chevalier de Coburn aus Edinburg. 6. v. Gayling der 2te. 22. v. Perbongré aus Holland.

7. v. Buttlar aus Heſſen. 23. v. Moltke aus Hanau.

8. v. Buttlar der Lte. 24. v. Moltke der 2te.

9. v. Schachten aus Heſſen. 25. v. Nordingh aus St. Quentin in der 10. v. Bölzig aus Sachſen. Pikardie.

11. v. Wangenſtein aus Norwegen. 26. v. Witt aus St. Quentin.

12. v. Clermont aus Aachen. 27. Graf Orlandini aus Brüſſel.

13. Graf von Erbach. 28. Graf Ranzau.

13. v. Ivernois aus Neufchatel. 29. Graf Athlour aus Utrecht.

15 v. Pierre aus Neufchatel. 30. v. Boyve aus Neufchatel.

16. v. Montmollin aus Neufchatel. 31. v. Martinet aus Auvergne.

„Ongefähres Namensverzeichnis von unadeligen Scholaren. Die mit* bezeichneten haben ſich durch gelehrte Schriften bekannt gemacht. Koch aus Friedberg jetzt Amtmann. Buſch aus Biber i. Bergverwalter. * Langsdorf J. W. aus Nauheim i. Kammerrath(Strieder VII. 426.) * Langsdorf J. G. A. aus Nauheim i. Rath und Amtmann(Strieder VII.) * Langsdorf D: J. aus Nauheim Rath und Amtmann(Strieder VII.) * Wolf aus Hanau i. Konſiſtorialrath und Hofprediger. * Götz aus Hanau i. Pfarrer zu Hanau.(Strieder V.) * Rullmann aus Schlangenbad i. Prof. der Theol.(Strieder XII.)