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2. Deutſche Sprache. 3 St. w. Wackernagels Leſebuch III, l. Hälfte. a) Fortgeſetzte Uebungen im Leſen mit deutlichem Verſtändnis und richtigem Ausdruck und im Vortrag von Poeſieen, ſowie in freier mündlicher Reproduction des Geleſenen. Anleitung zur Auffaßung größerer Proſaſtücke nach ihrer inneren Gliederung und nach angedeuteten Geſichtspunkten, als Vorübung zum Disponieren und Excerpieren. Kurze biographiſche Mittheilungen über die Verfaßer der Leſeſtücke. b) Satzlehre: Zuſammengeſetzter Satz, Satzgefüge; Verwandlung der Sätze. Wortbildungslehre, Wurzel, Stamm ꝛc. Die gewöhnlichſten Versarten und Versmaße gelegentlich beim Leſen. c) Aufſätze geſchichtlichen und beſchreibenden Inhalts, auch ſchriftliche Aufgaben mit Bezug auf die Anforderungen der Verhältniſſe des bürgerlichen Lebens: Geſchäftsaufſätze u. dgl. Alle 14 Tage einen Aufſatz.
3. Lateiniſche Sprache. 5 St. w. Syntax: Wiederholung der Caſuslehre. Tempus⸗ und Modus⸗ lehre. Chreſtomathie aus Cornelius Nepos. Chreſtomathie aus lateiniſchen Dichtern von Fr. Franke. Memorierübungen. Retroverſionen. Wöchentliche Exercitien und Extemporalien im Verhältnis von 2:2.
Das bis hierher zu erreichende Ziel iſt: Sicherheit in der Elementargrammatik und genügende Vocabelkenntnis um mit Hilfe von beiden den Cornelius Nepos und leichtere Abſchnitte des Julius Cäſar verſtehen und überſetzen zu können.
4. Franzöſiſche Sprache. 4 St. w. Tranſitive, intranſitive, reflexive und unperſönliche Zeitwörter. Formenlehre des Nomen und des Adverb. Das Zalwort, die Präpoſition; Conſtruction. Plötz II. Abſchnitt III. IV. V. Lüdeking franzöſiſches Leſebuch. Uebung im freien Referieren geleſener Stücke. Wöchentliche Exercitien. Extemporalien.
5. Engliſche Sprache. 4 St. w. Lehrbuch von Baskerville: Lect. 1— 20. Die deutſchen Stücke werden zum Theil ſchriftlich ins Engliſche überſetzt. Leſebuch von Lüdeking I. Schriftliche und mündliche Ueberſetzung mit Sprechübungen.
6. Geſchichte. 2 St. w. Geſchichte des Mittelalters mit Hervorhebung der brandenburg⸗preußiſchen Geſchichte.
7. Geographie. 2 St. w. Allgemeine Einleitung in ſchärferer Begründung. Europa ausführlich.
8. Naturgeſchichte. 2 St. w. Im Sommer: Kryſtallographie. Im Winter: Mineralogie.
9. Rechuen. 2,St. w. Decimalbrüche, Proportionen, Preis⸗, Procent⸗ und ſonſtige Werthberechnung (Regel de tri), Zinsrechnung, Münzreductionen(zuſammengeſetzte Regel de tri). Kaufmänniſche Rechnungs⸗ arten mit den erforderlichen Wiederholungen des Penſums der vorhergehenden Klaſſen.
10. Arithmetik. 2 St. w. Anfangsgründe der Buchſtabenrechnung. Die Operationen der 1. Stufe nach Heis Sammlung von Beiſpielen aus der Arithmetik und Algebra.§. 1— 14.
11. Geometrie. 2 St. w. Geſchloßene Figuren, Congruenz der Dreiecke, Kreißlehre 1. Theil, Conſtructionsaufgaben.
12. Zeichnen. 2 St. w. Fortſetzung des in IV Vorgenommenen. Zeichnen nach Wandtafeln. Die
geübteren Schüler werden zum Schattieren geführt, wobei zugleich der Gebrauch des Wiſchers gelehrt wird. 3
13. Geſang. 2 St. w. Einführung in die Elemente der Harmonielehre. Dreiſtimmiger Geſang. Die Singſtücke werden nur nach Noten erlernt.
14. Turnen. 2 St. w. a) Uebungen im Hüpfen von Ort. b) Schwenken der Reihen. c) Weit⸗ ſpringen, Hochſpringen, Bockſpringen, Reck⸗, Pferd⸗, Barren⸗ und Hantelübungen.


