Aufsatz 
Ueber einige geologische Fragen / von Ferd. Henrich
Entstehung
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7) Hilfslehrer J. May*). 8) Licenciat Krebs, protestantischer Religionslehrer. 9) Caplan J. G. HHiipiseh, katholischer Religionslehrer. 19) Zeichenlehrer A. de Laspée, vom humanistischen Gymnasium. 11) Gesanglehrer, Elementarlehrer A. Schmitt, desgleichen. 12) Turnlehrer, Elementarlehrer H. Weber

B. Unterricht.

Durch die Theilung der Secunda in zwei möglichst getrennte Klassen mussten, wie schon im vorjährigen Programme angedeutet wurde, in der Vertheilung des Lehrstoffes die folgenden Abänderungen der früheren Einrichtung vorgenommen werden. Mit Ausnahme der Mathematik und der beschreibenden Naturgeschichte(Botanik und Zoologie) wurden alle realistischen Fächer aus der Tertia ausgeschieden und ihr, ganz wie es der allgemeine Lehrplan für die Realschulen erster Ordnung vorschreibt, nur die sprachlichen und histo- rischen Disciplinen zugewiesen. Der Unterricht in Physik und Chemie, sowie in der de- scriptiven Mathematik beginnt erst in der jetzigen Untersecunda. In Obersecunda tritt noch Krystallographie hinzu. Die Pensa dieser beiden Klassenabtheilungen sind in diesen Disci- plinen ganz dieselben, wie sie es, nach dem früheren Lehrplane, beziehungsweise in Tertia und Secunda waren. In allen sprachlichen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Stunden werden die beiden Abtheilungen der Secunda getrennt unterrichtet; nur in der Religionstunde(wo eine Trennung nach Confessionen stattfindet) und in der Geschichte konnten die beiden Abtheilungen combinirt werden. Auch der chemische Unterricht musste leider! im Laufe des Wintersemesters eine Abänderung erfahren. Schon gegen das Ende des Sommersemesters zeigten sich bei Prof. Casselmann die Symptome eines schweren Leidens. Trotz aller Abmahnungen wollte er jedoch seinen regelmässigen Unterricht nicht aufgeben und setzte denselben unter Leiden und Beschwerden bis in die letzten Wochen des Sommersemesters fort. Da sich aber während der Herbstferien sein Zustand noch verschlimmerte, so musste auf Vertretung desselben während des Wintersemesters Bedacht genommen werden.

Glücklicherweise konnte Dr. Frankenbach, ein früherer Schüler des Realgymnasiums, der mit dem ganzen Lehrgang der Anstalt vertraut ist, den chemischen Unterricht in der

*) Ueber den Gang seiner Studien theilt Herr May das Folgende mit: Joseph May, geb. zu Hadamar den 16. Juli 1846, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt von Ostern 1857 bis Ostern 1866. Hierauf studirte er in München Mathematik und Physik und nahm an den Arbeiten im physikalischen Laboratorium und auf der Sternwarte unter Leitung der Herren Prof. v. Jolly und v. Lamont Theil. Im Herbst 1868 bezog er die Hochschule zu Marburg, woselbst er im Juni 1870 das examen pro fac. doc. bestand. Im October desselben Jahres wurde er von dem Königl. Provinzial-Schulcollegium dem hiesigen Realgymnasium als Probecandidat zugetheilt. Nach Abhaltung seines Probeſahres wurde ihm die an der- selben Anstalt neugeschaffene Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers provisorisch übertragen.