Die letzten 15 Werke ſind Geſchenke der Herren Verleger; den freundlichen Gebern den beſten Dank. J. H. van Swinden, Elemente der Geometrie, überſetzt von Jacobi; Wiegand, geometriſche Lehrſätze und Aufgaben; B. Maas, die Pſychologie in ihrer Anwendung auf die Schulpraxis; Hauck, die Grundlehren der Elektrizität mit beſonderer Rückſicht auf ihre An⸗ wendungen in der Praxis; K. Ritter, Einleitung zur vergleichenden Geographie; G.⸗R. Dr. Wieſe, pädagogiſche Ideale und Proteſte; Prof. A. Fick, Compendium der Phyſiologie des Menſchen; Profeſſor Conrad, das Univerſitätsſtudium in Deutſchland während der letzten fünfzig Jahre; Fr. Dohmel, Vorturnübungen; Dr. K. W. Meyer, die moderne Berechtigungsjagd auf unſeren höheren Schulen; Dr. L. Cholevius Dispoſitionen und Materialien zu deutſchen Aufſätzen; Statiſtiſche Mitteilungen über das höhere Unterrichtsweſen; Fr. Zimmer, Choralgeſangſchule für höhere Schulen; Dir. E. Rudolph, die Berufswahl unſerer Söhne; die Verhandlungen der Direktoren⸗ Konferenzen des Jahres 1885; Kaſſabeer und Schurey, deutſcher Sagenſchatz; Dr. Fackenheimer, Jung⸗Deutſchland am Fuße unſerer nationalen Denkmäler; Alice Salzbrunn, hiſtoriſche Sagen und Skizzen; C. Trog, Zollernſagen, der Jugend erzählt; Prof. Dr. Egelhaaf, Kaiſer Wilhelm und die Gründung des neuen deutſchen Reiches. Unſere Anſtalt befindet ſich in dem zwiſchen den höheren Lehranſtalten Deutſchlands beſtehen⸗ den Programmenaustauſch, wodurch die Lehrer⸗ Bibliothek alljährlich um 300 Abhandlungen aus verſchiedenen Gebieten der Wiſſenſchaften, ins⸗ beſondere pädagogiſchen und didaktiſchen Inhalts vermehrt wird. 1. Die Verwaltung der Bibliothek wurde im verfloſſenen Jahre wie ſeither von dem Unter⸗
zeichneten beſorgt. Auch die Ausleihung von Büchern an Schüler führte er in bisheriger be⸗ währter Weiſe, indem ſolche nur fleißigen Schülern gegeben wurden, und ſtets die Bildungsſtufe des Schülers berückſichtigt wurde. Bücher mit vorherrſchend unterhaltendem Inhalte wurden nur für die Ferien ausgegeben und mußten nach Ablauf der letzteren wieder abgeliefert werden. Leider kann ich hier nicht unerwähnt laſſen, daß Anzeichen bemerkt worden ſind, nach denen an⸗ zunehmen iſt, daß ſich manche Schüler einer nicht empfehlenswerten Lektüre bedienen, welche den⸗ ſelben hier leicht geboten wird. Eine ſtrenge Kontrolle ſeitens der Eltern dürfte daher bezüglich der Lektüre notwendig erſcheinen.
Als Unterrichtsmittel wurden ferner beſchafft: Die Hauptformen der Erdoberfläche; Hentſchel, Stilarbeiten; Häuſelmann, Stilarbeiten der Ornamente; Schoop, das farbige Ornament; Vollweider, Sammlung von Landſchafts⸗Studien in Tondruck 4. Heft; Studienköpfe nach alten und neuen Muſtern, 2. Heft; Fresnels, Spiegel⸗ apparat, 1 Apparat für Abſtoßung gleichnamiger Elektricäten, 1 Apparat über die Zuſammen⸗ diehung erhitzter Koͤrper, ein elektrothermiſcher
pparat, 1 Haarröhrchen⸗Apparat, 1 Glühlampe, 1 elektriſches Glockenſpiel, 1 Differentialthermo⸗ meter nebſt mehreren Platten, Frau Geheimrat Dunker ſchenkte den Abguß des Schädels eines Sauriers. Herr Konſervator Wagner beſchenkte die Anſtalt mit mehreren inſtruktiven Präparaten der Reblaus(Phylloxera vastatrix). Herr Probekandidat Dr. Brockmeier ſchenkte der Anſtalt: Ptilota plumose mit Bryozoen und Sertularien; Delessertia alata, Furcillaria, Gryphaea cymbium, Ammonites Bucklandi. Beſten Dank für dieſe Gaben.
II. Stiftungen und Unterſtützungen von Schülern.
Benefizien für Schüler beſtehen nicht; jedoch können 10 Prozent der Soll⸗Einnahmen an
Schulgeld zum Erlaß des Schulgeldes an fleißige, brave Schuͤler verwandt werden.
III. Mitteilungen an die Schüler und an deren Eltern.
Da ſich immer noch hier und da Symptone der Krankheit des Verbindungsweſens unter den Schülern der hoͤheren Lehranſtalten zeigen, ſo ſcheint es mir notwendig,„die Eltern oder deren Stellvertreter, deren Aufgabe es iſt, durch häusliche Zucht den Ausſchreitungen vorzubeugen, welche die Schule, wenn ſie eingetreten ſind, mit den
ſchwerſten Strafen verfolgen muß“, hierauf auf— merkſam zu machen und zugleich zu erſuchen, an ihrem Teile dahin zu wirken, daß UÜbertretungen der Schülergeſetze nicht vorkommen, ſondern die Schüler durch ernſtes Streben nach Bildung und wohlgeſittetes Betragen vor jenen Aus⸗ ſchreitungen bewahrt bleiben mögen.


