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Johann Gottfried Herder.
*⁴ 25. Aug. 1744. Mohrungen(Ostpreußen), Vater Lehrer. 1782 Theologie, Königs- berg. 1764 Lehrer und Pfarrer, Riga. 1769 Reise nach Frankreich. 1770 Mit dem Prinzen von Holstein nach Italien(nur bis Straßburg). 1771— 76 Hofprediger Bücke- burg. Generalsuperintendent, Präsident des Konsistoriums Weimar. 1788 Reise nach Italien. † 1803
Werke: 1766/67 Uber die neueste deutsche Literatur. Fragmente 1769 Kritische Wälder. 1772 Vom Ursprung der Sprache und Dichtung. 1773 Blätter von deutscher Art und Kunst.(Goethe, Von deutscher Baukunst Möser, Deutsche Geschichte; von demselben, Patriotische Phantasien.) 1774 Die älteste Urkunde des Menschengeschlechtes. 1778 Volkslieder.(1807 Neue Ausgabe von Johannes von Müller„Stimmen der Völker“.) 1784— 91 Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. 1793—97 Briefe zur Beförderung der Humanität. 1796—99 Christliche Schriften. 1799 Verstand und Erfahrung. Eine Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft(Kants Werk 1781). 1800 Kalligone (Asthetik). 1801— 03 Astrea. 1805 Cid. Vereinigung spanischer Romanzen, doch meist nach französischer Prosabearbeitung. Eigene Gedichte, meist lehrhaft Legenden, Paramythien.
Johann Wolfgang Goethe.
* 28. Aug. 1749 Frankfurt. Vater Kaiserlicher Rat. 1765—69. Universität Leipzig. Liederbuch, Laune des Verliebten. Die Mitschuldigen. 1770/71 Straßburg. 1772 Reichs- kammergericht Wetzlar. Advokat in Frankfurt. Rezensionen in Frankfurter„Gelehrte Anzeigen“. 1773 Götz von Berlichingen(Bühnenbearbeitung 1803). 1774 Die Leiden des jungen Werther. Clavigo Stella. Kleinere Dinge und größere Probleme: Ewige Jude. Prometheus. Mahomet Götter, Helden und Wieland, Pater Brey. Jahrmarktsfest von Plundersweilern. Hanswursts Hochzeit. Satyros. Faust Egmont. Nov. 1778 Weimar (Ilmenau. Die Geheimnisse 1783). Elpenor. Geschwister. September 1786 bis Juli 1788 Italienische Reise. Iphigenie. Egmont.(Tasso.) Schriften Bd. 1—4. 1790 Venedig. Venetianische Epigramme Metamorphose der Pflanzen. 1791 Leitung des Hoftheaters. Einwirkung der franz. Revolution. Großkophta, Bürgergeneral, Die Aufgeregten. 1792 Campagne in Frankreich. Optik 1793 Reinecke Fuchs. 1794— 1805 im Verein mit Schiller: Römische Elegien(Christian Vulpius). 1795/96 Wilhelm Meisters Lehrjahre. 1797 Xenien. 1798 Balladen(Musenalmanach). Hermann und Dorothea. 1795—- 98 Elegien. Achilleis. Zauberflöte, 2. Teil. Mahomet. Tankred. 1798— 1800 Propyläen. 1803 Natürliche Tochter. Benevenuto Cellini. 1808 Farbenlehre. 1807/08 Wahlverwandt- schaften. Faust I. 1811—14 Dichtung und Wahrheit(1832 4. Teil) 1815 Des Epimenides Erwachen. 1814—19 West-östlicher Divan. 1821 Wilhelm Meisters Wanderjahre. † 22. März 1832.
Johann Christoph Friedrich Schiller.
* 10. Nov. 1759, Marbach. Vater Wundarzt, dann Werbeoffizier. Lorch(Pfarrer Moser). Ludwigsburg(Lateinschule). 1773— 80 Karlschule. Militärarzt in Stuttgart. 1781 Räuber. Anthologie. 1782 Sept. Flucht nach Mannheim, Oggersheim, Bauerbach. 1783 Fiesko. Kabale und Liebe. Rheinische Thalia. 1785 Verbrecher aus verlorener Ehre. 1786 Geisterseher. 1787 Don Karlos. Leipzig-Gohlis, dann Dresden. 1787 Weimar, Professor in Jena. Antrittsrede: Was heißt... Seit 1797 im Verein mit Schiller. Abfall


