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1752. Magisterpromotion in Wittenberg.
1752— 55. 2. Aufenthalt in Berlin. Mendelssochn. Nikolai. Vademekum für Lange. Miß Sara Sampson(55).
1755— 57. Aufenthalt in Sachsen. E. Chr. v. Kleist(† bei Kunersdorf. Verfasser des Frühlings),
1758— 60. 3. Aufenthalt in Berlin. Herausgabe der Sinngedichte von Friedrich v. Logau(mit Gleim und Ramler), Briefe, die neueste Literatur betreffend. Fabeln. Philotas(59).
1760— 65. Sekretür bei General Tauenzien, dem Gouverneur von Breslau. Ver- gebliche Bewerbung um die Bibliothekarstelle in Berlin, die ein französischer Mönch erhält.
1765— 67. 4. Aufenthalt in Berlin. Ergebnisse der Breslauer Zeit. Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie(66). Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück(67).
1767— 70. Dramaturg in Hamburg.„Dramaturgie.“ Antiquarische Briefe(gegen Klotz).„Wie die Alten den Tod gebildet.“
1770. Bibliothekar in Wolffenbüttel. Emilia Galotti, 1772. Italienische Reise. Kurze, glückliche Ehe mit Eva König. Verhandlungen mit dem Theater in Mannheim. „Fragmente eines Ungenannten“(des Hamburger Professors Reimarus): Von Duldung der Deisten. Daß die Bücher des A. T nicht geschrieben eine Religion zu offenbaren. Über die Auferstehungsgeschichte. Vom Zwecke der Jünger Jesu. Streit mit den Orthodoxen(Hauptpastor Götze in Hamburg). Lessings Schriften vom Ministerium ver- boten. Nathan der Weise(79). Philosophische Schriften(Aufklärung und Freimaurertum).
1781. 15. Febr. † Braunschweig.
Das Theater nach Lessing. Freiherr von Gemmingen. Mannheimer Dramaturgie. Übersetzung von Diderot, Fils naturel und Péère de famille. 1780 Der deutsche Hausvater.
Schauspieler: Gottfried Stephany, Macbeth(mit komischen Einlagen). Richter von Zalamea(Calderon). Großmann, Barbier von Sevilla(Beaumarchais). Komödie der Irrungen.
Theater in Gotha seit 1774.(Brand des Weimarer Th.) Dichter: Friedrich Wilh. Gotter. 1770 1. Deutscher Musenalmanach. Medea. Merope. Komödien nach Gozzi. Schauspieler: Eckhof, Boekh, Frau Seiler.
Theater in Hamburg. Friedrich Ludwig Schröder. 1776 1. Aufführung von Shakespeares Hamlet.
Christoph Martin Wieland.
* 5. Sept. 1733 Oberholzheim bei Biberach. Vater Prediger. Pietistische Schule. Kloster Bergen bei Magdeburg. 1750 stud. in Tübingen(Schöne Wissenschaften). 1752 bei Bodmer, Zürich, später Bern. 1760 Ratsherr und Kanazleidirektor in Biberach. 1769 Professor der Philosophie und schönen Wissenschaften und kurmainzischer Reg.-Rat in Erfurt. 1772 Erzieher Karl Augusts in Weimar, später auf seinem Gute bei Weimar. † 20. Jan. 1813. Darstellung des Altertums in moderner(tw. frz.) Weise. Einwirkung der romantischen Literaturen des Mittelalters und der Neuzeit.


