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wenigen Lehrfächern durch die Methode zu erzielen geſucht wurde, ſo war die Folge, daß bereits zu Michaelis 1850, ſo wie zu Oſtern l. J. die Anſtalt ſehr ſchwach beſucht war 6) und vorausſichtlich nächſten Michaelis ihr gänzlicher Untergang zu erwarten ſtand. ⁷) Nach dieſen traurigen Erfahrungen erſchien
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Partialſchulen mit raſchem Schritte ihrem Untergange entgegen ging. Die Architekten haben Statiſtik zu hören ſtatt der mechaniſchen Technologie, die Bergleute Petrefactenkunde zu ſtudiren, ohne ſich vorher mit Botanik und Zoologie bekannt gemacht zu haben, die Geometer Bodenkunde ohne Kenntniß der Mineralogie und Geognoſie. Wirft man einen Blick auf den Lectionsplan, ſo zeigt ſich die größte Verwirrung. Die Architekten, Bergleute und Oekonomen haben in dem 2ten Jahre practiſche Chemie und können deshalb nur zwei Stunden architektoniſches Zeichnen haben und dennoch ſollen die Architekten und Bergleute in dem 3ten Jahre Maſchinenkunde haben. Um einigen Fächern Beſuch zu verſchaffen, müſſen ſie zu einer anderen Zeit gelehrt werden. Nach dieſen Vorgängen war der Ver⸗ fall der Schule unausbleiblich und eine Verlegenheit jagte die andere.
Die Schülerzahl betrug Michaelis 1849, nachdem die frühere dritte Klaſſe abgeſchnitten und die Partialſchulen noch nicht errichtet waren, 80. Von dieſen wurde während des Jahres einer ausge⸗ wieſen und 26 traten freiwillig aus, ohne ſelbſt theilweiſe ihren Austritt anzuzeigen und am Ende des Schuljahres zählte die Schule noch 53 Schüler. Zu Michaelis 1850 entfaltete ſich die Schule in ihre Partialſchulen und wie vorauszuſehen, verließen dieſelbe wiederum 23 Schüler und es blieben wegen der errichteten Partialſchulen, wofür zwei Lehrer ganz angeſtellt waren, nur drei Schüler zurück, und dagegen ließen ſich nur 23 neue aufnehmen. Die Geſammt⸗ zahl betrug zu Oſtern l. J. 43.
Zu Oſtern l. J. war in der Partialſchule für Bergbauwiſſenſchaften nur ein Schüler(Bergbau, Metallurgie und Salinenkunde konnten nicht geleſen werden), in der Schule für Architectur drei Schüler. Im künftigen Jahre beſuchte dieſe letzte Schule ein einziger Schüler, für den zwei Lehrer ganz und zwei andere größtentheils angeſtellt waren. Bei dieſer Einrichtung ſtudirte der Schüler während Jahres⸗ friſt den Civilhochbau und qualificirte ſich zum Ingenieur. Vielleicht ſagt man, die Cholera und die politiſchen Wirren ſeyen theilweiſe Schuld an dem ſchlechten Beſuche der Schule, allein derſelbe Zuſtand iſt ſchon verfloſſenen Michaelis vorhanden geweſen und durch die Unterbrechung ſind verhältnißmäßig nur ſehr wenige abgegangen.


