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Krieges iſt kaum mit lebhafteren Farben zu malen, als dies durch einfache Darſtellung der Zuſtände in Frankfurt in den Jahren 1635 bis 1637 geſchieht. Bei Kaiſerkrönungen iſt ohnehin Frankfurt nicht zu umgehen. Die Drangſale der Franzoſenherrſchaft zu ſchildern, auch dazu iſt ein genauer Blick auf unſere Vaterſtadt ſo recht geeignet.— Dies ſind nur einzelne Beiſpiele, ſie ließen ſich leicht vermehren.
Meine Meinung iſt nicht die, daß wir, die Nachkommen von Reichsſtädtern, die ganze deutſche Geſchichte bloß von dem einſeitigen Standpunkte einer Reichsſtadt aus betrachten und darſtellen ſollen. Aber es läßt ſich doch dieſes wichtige Element nicht übergehen, und es muß auch ſein Verhältniß zu den übrigen klar gemacht werden; und dies geſchieht für unſere Schüler am lebendigſten dadurch, daß wir auf die Stadt, in der ſie wohnen, ihren Blick richten. Wird ja doch auch wenigſtens ſeit dem vierzehnten Jahrhundert Frank⸗ furt von Allem, was ſich in Deutſchland ereignet, lebhaft mitberührt.
Eine Zeittafel kann nun zu dieſem Zwecke manche Anhaltspunkte bieten.*Mir ſelbſt hatte ich ſchon vor einiger Zeit eine ſolche angelegt, und ich gebe ſie hier, bis auf die neueſte Zeit fortgeführt, in der Hoffnung, daß ſie Manchem nicht unerwünſcht komme.
Eine Scheidung etwa des Politiſchen, Kirchlichen, Kultur⸗ geſchichtlichen u. ſ. w. glaubte ich nicht vornehmen zu ſollen. Einerſeits würde bei dem geringen Umfange des Ganzen die Ueberſichtlichkeit dadurch nicht erhöht werden, und andrerſeits greift häufig das Eine in das Andere über. So hängt— um nur einzelne Beiſpiele anzuführen— die religiöſe Rich⸗ tung, welche Frankfurt in der Reformationszeit nahm, genau mit ſeiner Theilnahme am Schmalkaldiſchen Bunde zuſammen; und die Numerirung der Häuſer, wohl auch die Einführung


