Wellenbeuegung.
I/ dem Zustande der Ruhe ist die Oberfläche des Wassers, wenn es in kei- nem Gelſässe eingeschlossen ist, gegen dessen Wände es eine grössere oder geringere Anziehung äussert, als gegen sich selbst, horizontal. Die Cohäsions- kraft des Wassers und Adhäsionskraft desselben gegen andere Rörper will ich in der vorliegenden Untersuchung ganz unberücksichtigt lassen.
Wenn man in ein ruhiges Wasser irgend einen Körper fallen lässt, so bildet sich an der Stelle, an welcher der Rörper das Wasser berührt, eine Vertiefang und neben derselben eine Erhöhung. Diese Erhöhung theilt sich bei dem weiteren Sinken des Körpers in zwei Theile; der eine stürzt dem Hörper nach und bildet über dem Puncte, an dem er cinsinkt, eine kegelför- mige Erhöhung; der andere läuft über das Wasser hin. Indem die kegelför- mige Erhöhung sinkt, bildet sich um die Stelle von Neuem ein Wasserwall. Die Hälfte desselben läuft wieder über das Wasser hin und die andere Hälfte tritt zurück und wiederholt die Erscheinung mit einer geringeren Kraft. 80 sehen wir dann nach einer kurzen Zeit eine Menge Erhöhungen von dem ge-— nannten Pauncte aus hinter einander fortlaufen, eine Erscheinung, welche unter dem Namen Wellen bekannt ist.
Der Durchsechnitt 4B eines Wassers Fig. 1. sei die Horizontale des Spiegels in dem Zustande der Ruhe; Aafbgehdmß die Oberfläche für die auf demselben hinschreitenden Wellen. Die über der Horizontallinie liegenden
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