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. Sella curulis.
Sie findet sich häufig auf Münzen, die von den curulischen Aedilen geschlagen wurden. Der Senat konnte nämlich diesen Beamten das außerordentliche Recht verleihen, zu den großen Festspielen Münzen herzustellen, auf denen dann durch S. C.(Senatus consulto) der Autorisation durch den Senat gedacht wurde. Die regelmäßige Prägung durch die ordent- lichen Münzbeamten bedurfte keines besonderen Senatsbeschlusses. Auf anderen Münzen erinnert die sella curulis nur daran, daß ein Vorfahre des Monetars ein curulisches Amt bekleidet hatte.
Denar des M. Plaetorius Cestianus, curul. Aedils im Jahre 69 v. Chr. Vs. CESTIANVS. Kopf der Kybele mit Mauerkrone. Rs. M. PLAETORIVS AED. CVR. ExX S. C. Curulischer Stuhl, mit Decken belegt.— Babelon, Plaetoria 3.
Liktoren.
Denar des Caesarmörders M. Brutus 43/42 v. Chr. Vs. LIBERTAS. Kopf der Libertas. Rs. BRVTVS. Ein Beamter zwischen zwei Liktoren(mehr ließen sich auf dem engen Raum nicht unterbringen), vorn ein Ausrufer. Gemeint ist L. Junius Brutus, der den Tarquinius vertrieb und den sein Nachkomme(?) gerne auf seine Münzen setzte.— Babelon, Junia 31. M. Brutus war nicht ordentlicher Münzbeamter, aber er hatte imperium und damit innerhalb seiner provincia das Münzrecht.
Neubauer I§ 59 u. III§ 81. Faustulus findet die Zwillinge.
Denar des S. Pompeius Faustulus, ungefähr 129 v. Chr. VsS. Kopf der Roma, dahinter ein Krug, davor*, die Wertbezeichnung. RS. SEX. PO. FOSTLVS. ROMA. Romulus und Remus unter der Wölfin, dahinter der ruminalische Feigenbaum, in dem einige Vögel sitzen, links der Hirt Faustulus, auf seinen Stab gestützt.— Babelon, Pompeia 1.
Neubauer I§ 61. Der geschlossene Janus. Wir haben hierunter keinen Tempel zu verstehen, sondern eine Torhalle von wahr- scheinlich recht bescheidenen Dimensionen. Dargestellt ist er unter anderem auf Münzen des
Kaisers Nero, der sich gerne rühmte, ihn geschlossen zu haben. So steht auf einer Münze: PACE P(opulo) R(omano) VBIOQGe) PARTA IANVM CLVSIT(z. B. Cohen, Nero 175).
Neubauer I§ 61 u. III§ 81. Numa Pompilius. Denar des L. Pomponius Molo, ungefähr 94 v. Chr. VS. L. POMPON. MOLO. Apollokopf. Rs. NUM. POMPIL. Numa, den Augurstab in der Rechten, steht an einem Altar, auf dem ein Feuer brennt; der Opferdiener bringt einen Widder herbei, der geopfert werden soll. Die Pomponii leiteten ihre Herkunft von Pompo, einem sagenhaften Sohne des Numa Pompilius, ab.— Babelon, Pomponia 6.


