Aufsatz 
Die Entstehung des ersten Buches der Ilias / von Häsecke
Entstehung
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auch die zum teil recht intereſſanten, noch aus dem Beſitz der früheren Univerſität Rinteln ſtam⸗ menden aſtronomiſchen und phyſikaliſchen Inſtrumente der Gymnaſialſammlung allgemeines In⸗ tereſſe erregten.

Durch Beſchluß K. Prov. Schulk. vom 5. Juli wurde mitgeteilt, daß der Herr Miniſter die Ascenſion des Oberlehrers Dr. Suchier in die durch die Penſionierung des Oberl. Kutſch erledigte Oberlehrerſtelle genehmigt habe.

Die ſchriftliche Maturitätsprüfung dauerte vom 10. bis zum 16. Auguſt.

Die Aufgabe für den deutſchen Aufſatz lautete: Wodurch machen Homers Gedichte einen ſo tiefen Eindruck auf das menſchliche Herz? Die zum lateiniſchen Aufſatz: Quomodo factum sit, ut Caesar Octavianus imperio potiretur. Die mathematiſchen Aufgaben waren folgende: 1. Bei einem geraden Kegelſtumpf iſt der Radius des Grundkreiſes R= 84,37 em, der Umfang des oberen Kreiſes 2 r x= 182,37 cm, der Neigungswinkel der Seitenlinie gegen die Grund⸗ fläche a= 75° 11˙ 54,2. Wie groß iſt der Radius der Kugel, welche mit dem Kegel gleichen In⸗ halt hat? 2. Es ſoll die Höhe eines Turmes berechnet werden, welcher auf einer in einem See be⸗ findlichen Inſel ſteht. Zu dem Zoeck wird am Ufer eine Standlinie AB= 250 m abgemeſſen. Die Winkel, welche die Viſierlinien nach der Spitze des Turmes mit der Standlinie bilden, ſind gemeſſen:= 21° 17 18 ,23 und 8= 104° 20 30 ‧,12. Der in B beſtimmte Elevations⸗ winkel der Spitze beträgt 25° 28 13 ,29. 3. Zwei Kreiſe bewegen ſich auf zwei zu einander ſenkrechten Geraden nach dem Scheitelpunkt zu. Ihre Radien ſind= 36 em, resp. 16 em; die Entfernungen der Mittelpunkte von dem Scheitelpunkt= 38 cm, resp. 210 em, ihre Geſchwin⸗ digkeiten(Sek. u. cm) 2, resp. 18. Wann werden ſich die Kreiſe zum erſten Mal berühren? (Durch Zeichnung ſoll ferner dargeſtellt werden, wie viele Berührungen der Kreiſe überhaupt ſtatt⸗ finden.) 4. Ein Meteorſtein fiel 5 Sekunden, nachdem man ihn in der Luft zerplatzen hörte, zur Erde. In welcher Höhe zerſprang er?(Geſchw. des Schalles= 340,18 m.)

Der Sedantag wurde am 2. September in üblicher Weiſe in der durch den patrio⸗ tiſchen Eifer der Schüler ſchön ausgeſchmückten Aula von Lehrern, Schülern und zahlreichen Feſt⸗ genoſſen aus der Stadt durch eine Rede des Oberlehrers Dr. Suchier überDie Bedeutung der Schlacht bei Sedan für Deutſchlands Machtſtellung nach außen, ſowie durch Bibellektion, Geſänge und Deklamationen der Schüler feierlich begangen. An dem ſchönen Herbſtnachmittag machten alle Klaſſen der Anſtalt weitere oder kürzere Spaziergänge und vereinigten ſich ſodann in dem Walde bei Steinbergen, unter deſſen prachtvollen Bäumen ſich die Jugend nunmehr durch Geſang, Turn⸗ übungen und Spiele in Anweſenheit vieler Angehörigen der Schüler bis zum Abend ergötzte.

Am 4. September langte ein Beſchluß der vorgeſetzten Behörde hier an, durch welchen der bisherige ordentliche Lehrer Dr. Hartmann zum Oberlehrer befördert wurde und in das durch die Ascenſion des Oberlehrers Dr. Suchier(ſ. oben!) freigewordene Gehalt einrückte; am 8. September eine weitere Verfügung des Kön. Provinzial⸗Schulkollegiums zu Caſſel, durch welche die Gehälter der Gymnaſiallehrer Dr. Häſecke, Hüpeden und Birkenſtamm erhöht und der bisherige wiſſenſchaftliche Hilfslehrer v. Kamptz zum ordentlichen Lehrer ernannt wurde.