Aufsatz 
a) Über Brianchonpunkte im Dreieck. b) Der Punkt
Entstehung
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präfung. Zu unserer Freude konnte allen fünfundzwanzig Schülern das Zeugnis der Reife zuerkannt werden.

2. Den Vorsitz bei den mündlichen Prüfungen führte der Königliche Provinzial- Schulrat Herr Dr. Kaiser aus Cassel. In den vorausgegangenen Zeiten vielfacher Um- gestaltung hatte, siebzehn Jahre lang, Herr Geheimer Regierungs- und Provinzial- Schulrat D. Dr. Lahmeyer das Dezernat über unsere Anstalt. In diesem Zeitraum ist Herr Geheimrat Lahmeyer in unablässiger Fürsorge und mit unveränderlichem Wohl- wollen für unsere Anstalt thätig gewesen. Unser Lehrerkollegium hat durch seinen er- probten Rat, und seine wertvollen didaktischen Weisungen grosse Förderung bei der Arbeit kür die Bildung der JIugend empfangen, und die Schüler haben von ihm immer eine ge- rechte und zugleich milde Beurtéilung ihrer Leistungen erfahren. Jetzt hat eine neue de- schäftsverteilung im Königl. Provinzial Schulkollegium Herrn Geheimrat Lahmeyer zu seinem eigenen Bedauern gezwungen, das Dezernat über unsere Anstalt aufzugeben. Im Rückblick auf die lange, segensreiche Thätigkeit zum Wohle unserer Schule sprechen wir ihm unsern wärmsten Dank aus für das uns bewiesene thatkräftige Wohlwollen.

3. Unterrichtszeit, Ferien, Ausflüge. Das Schuljahr begann am 23. April mit der Aufnahmepräfung der angemeldeten Schüler. Die Ferien entsprachen der vom Kgl. Provinzial-Schulkollegium für unsere Provinz erlassenen Ferienordnung. Einer Pe- tition vieler Eltern entsprechend, wurde mit Genchmigung des Kgl. Provinzial-Schulkollegiums zunächst im Sommerhalbjahr, dann auch im Winter, der Vormittagsunterricht auf fünf Stunden ausgedehnt. Da jedoch in allen Klassen von Quarta an aufwärts die wissen- schaftlichen Stunden zusammen mit den vorgeschriebenen Sing- und Turnstunden(5) und den Stunden des wahlfreien Unterrichts(im Zeichnen, im Englischen und im Hebräischen im Obergymnasium) die Zahl dreissig wesentlich übersteigen, miissen ausser den Vor- mittagsstunden, im Sommer von 712 Uhr, im Winter von 81 Uhr, auch die Nach- mittage teilweise mit Unterrichtsstunden belegt werden. Wegen zu grosser Hitze fiel der Unterricht von 12 Uhr an aus am 11. und 12. Juni, am 17., 18., 20. und 23. August.

Ausflüge in die Umgegend wurden mit den Schülern am 8. Mai unternommen und hatten Münster am Stein, Wiesbaden, den Odenwald, sowie verschiedene Punkte des Taunus zum Ziel.

4. Der Lehrkörper. Da Herr Oberlehrer Blümlein, der ein Jahr lang an unsrer Anstalt anregend und erfolgreich gewirkt hatte, zu Ostern 1900, vom Herrn Minister be- urlaubt, die Einrichtung und die Leitung der neu gegründeten städtischen höheren Mädchen- schule in Homburg übernahm, wurde zu seiner Vertretung vom Kuratorium der wissen- schaftliche Hilfslehrer Herr Klemme berufen.

Adolf Klemme, geboren zu Hersfeld am 25. August 1870, evangelischer Confession, besuchte die Gymnasien zu Kassel und Hersfeld, widmete sich auf den Universitäten zu Marburg und Halle dem Studium der Theologie und Philologie und trat Ostern 1897 nach bestandener Prüfung pro. fac. doc. in das pädag. Seminar zu Wiesbaden ein. Nach Ablegung des gesetzl. Probejahres am Kgl. Realgymnasium, war er bis zu seiner Berufung nach Hom- burg an der Oberrealschule zu Wiesbaden als Hilfslehrer thätig.

5. Schulfeste. Die Sedanfeier wurde am 1. September, einem Samstag, in der Turnhalle abgehalten. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Schneide r; ausgehend von der Machtstellung Deutschlands an der Jahrhundertwende, pries er das hohe Pflichtgefühl der Hohenzollern und stellte es den Schülern als glänzendes Beispiel hin.

Am 11. Oktober nahmen Lehrer und Schüler an der auf Allerhöchsten Befehl ver- anstalteten, unvergesslichen Feier der Grundsteinlegung des Prätoriums der Saalburg teil. In seiner Rede wendete sich S. Majestät der Kaiser und König auch an die heran- wachsende deutsche Jugend, die an dem neu entstehenden Baue lernen solle, was eine auf nationale Kraft gestiützte Weltmacht bedeute. Möge diese Mahnung zu tüchtigsten Leistungen in echt deutscher Gesinnung sich unsrer Jugend tief ins Herz prägen, ihr Streben kräftigen