34
licher Lehrer an das königlich-preuszische Gymnasium zu Guben überzugehen. Das Gymnasium erlitt durch den so bald erfolgten Abgang dieses Lehrers, der eben erst wieder angefangen hatte, seine Thätigkeit dem hiesigen Gymnasium und besonders der Classe, deren Ordinarius er war, mit groszer Berufsfreudigkeit und Liebe zu widmen, abermals einen recht empfindlichen Verlust.*)
Am 17. und 18. September 1860 wurde die gewöhnliche halbjährige nicht öffentliche Prü- fung der Schüler gehalten.
Durch Allerhöchstes Rescript vom 17. October 1860(mitgetheilt durch Beschlusz Kurfürst- lichen Ministeriums dss Innern vom 7. November 1860) wurde der bisherige ordentliche Lehrer am Gymnasium zu Hersfeld Friedrich Spangenberg an das hiesige Gymnasium versetzt und am 21. November in seine Functionen eingeführt.**)
Bibliothek und Apparate sind aus den etatsmäszigen Mitteln vermehrt worden. Auszerdem aber wird dem Herrn Dr. Rössler dahier für die Freundlichkeit, mit der er den Gebrauch seiner reichhaltigen, wertvollen Mineralien- und Petrefacten-Sammlung dem Lehrer der Natur- gzeschichte zu nicht geringer Förderung des naturgeschichtlichen Unterrichts auf das Bereitwil- ligste verstattete, hiermit der verbindlichste Dank gesagt.
III. Statistische Uebersicht.
A. Lehrer. Das Lehrerpersonal hat gegenwärtig folgenden Bestand: Director: Dr. Karl Wilhelm Piderit, Ordinarius von Prima. Ordentliche Hauptlehrer: Friedrich Eugen Lichtenberg. Dr. Wilhelm Fürstenau, Ordinarius von Tertia. Dr. Konrad Flie dner. Ludwig Casselmann, Ordinarius von Secunda. Dr. Reinhard Suchier. Friedrich Spangenberg, Ordinarius von Quarta. Beauftragte Lehrer: Pfarrer Karl Friedrich Fuchs. Gymnasialpracticant Wilhelm Gundlach, Ordinarius von Sexta. „ Karl Krause, Ordinarius von Quinta.
*) S. Programm des hiesigen Gymnasiums v. 1860. S. 26.
**) Ueber seine frühere Thätigkeit als Lehrer am hiesigen Gymnasium(von Juni 1848 bis November 1855), dem Gymnasium zu Kassel(von Nov. 1855 bis Ende August 1856) und dem Gymnasium zu Hersfeld(von Ende August 1856 bis Ende November 1860) vgl. Programm des Gymn. zu Hanau v. 1856 S. 39, des Gymn. zu Kassel v. 1856 S. 48 u. 49„ v. 1857 S. 10, des Gymn. zu Hersfeld v. 1857 S. 15.


