Aufsatz 
Bemerkungen über die Berechnung des Prismatoids aus der Höhe und einigen auf dieser senkrechten Schnitten / von E. W. Grebe
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

des wohllöblichen Stadtrathes im Drucke erschienen und in denselben eine Besoldung für einen weiteren Elementarlehrer mit 250 Thaler aufgenommen war, beantragte der Rector in einem Be- richte vom 30. November, Kurfärstliche Stadtschulcommission wolle bei den verehrlichen städtischen Behörden und bei Kurfürstlicher Regierung geneigtest dahin wirken, dass der fragliche Posten, wenn es nöthig sein sollte, von den übrigen abgesondert berathen und genehmigt werde, damit das Eintreten des neu zu bestellenden Lehrers wenigstens für den Anfang des neuen Schuljahres zu Ostern 1866 gesichert werde. Zugleich beantragte der Rector, dass die Besoldungsquoten der neuen Stelle von den Monaten Januar, Februar und März 1866 unter die mehr als billig belasteten Lehrer nach Massgabe der Ueberlastung vertheilt werden möchten. Durch einen Beschluss Kur- fürstlicher Regierung vom 23. Februar wurde hierauf die Beauftragung eines weiteren Elementar- lehrers gegen eine Vergütung von 250 Thaler jährlich von Ostern des laufenden Jahres an genehmigt und demnächstiger Vorschlag erwartet. Das nächste Programm wird Weiteres berichten.

Am 20. December verlor die Anstalt einen braven Schüler der Klasse Vb., Carl Wagner, durch den Tod. Eine lang andauernde Kränklichkeit hatte denselben von Ostern 1865 an ge- hindert, die Schule zu besuchen. Ihm folgte am 7. Februar Rudolph Valck, Schüler der Klasse VlII., Lehrern und Mitschülern werth, nach einer Krankheit von wenigen Tagen von dem Scharlachfieber dahingerafft.

Am 24. Februar verlieh die philosophische Facultät der Landesuniversität dem Reallehrer Hermann Friedrich Kessler die Doctorwürde. Die von demselben verfasste Inauguraldissertation behandelt die Lebensgeschichte von Ceuthorhynchus sulcicollis und Nematus ventricosus.

Seit dem 17. Januar ist der Reallehrer Klinckerfues durch ein Nervenleiden verhindert, sein Amt zu verwalten. Eine vollständige Vertretung der Unterrichtsstunden des Kranken in fachlicher Beziehung findet seit dem 25. Januar durch fünf Lehrer der Realschule statt. Für die Bibliotheksgeschäfte desselben war leider eine Vertretung in wünschenswerther Weise nicht einzu- richten, das Dringlichste ist indessen von dem Reallehrer Dr. Hölting besorgt worden,

Ungleich zahlreicher als sonst liefen in dem letzten Wintersemester Gesuche von Eltern ein, welche den Schulbesuch ihrer erst nach Beendigung des Schuljahres zur Confirmation kommenden Söhne um mehrere Monate abzukürzen wünschten. Die Mehrzahl dieser Eltern schien die schon öfters bekannt gemachte Bestimmung gar nicht zu kennen, nach welcher die Schulpflichtigkeit bis zur Conſirmation dauert, und die Schulvorstände überhaupt den Austritt nicht confirmirter Kinder innerhalb des Schulsemesters nur in wenigen Ausnahmsfällen selbst genehmigen, vielmehr die vorherige Einholung der Erlaubniss Kurfürstlicher Stadtschulcommission verlangen müssen. In Beziehung auf zwei Schüler der dritten Klasse, welche, ohne die Erlaubniss zum Austritte er- langt zu haben, von Neujahr an aus der Schule blieben, war der Rector in der unangenehmen

Lage seiner Verpflichtung zu einer Anzeige nachzukommen, damit die gerichtliche Bestrafung der betreffenden Eltern eintrete.

AAAnAᷓAᷓAᷓARAᷓRARARᷓARᷓRARᷓRᷓŔᷓAᷓAᷓARARARAᷓARARᷓ;ARARR