Aufsatz 
Fünfzig Aufgaben über das geradlinige Dreieck trigonometrisch gelöst / von Grebe
Entstehung
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Bei den Aufnahmegeschäften wiekte der Lehrer Georg Heinrich Stern noch mit, dann aber verliess uns derselbe bald, da ihm durch Beschluss Kurfurstlicher Regierung vom 1. März z. Nr. 972 R. Pr. I. zum Zwecke weiterer Ausbildung, insbesondere in den lebenden Sprachen, Urlaub auf ein Jahr dergestalt bewilligt worden war, dass von seinem Jahresgehalte 300 Thaler zur Vergütung für einen Stellvertreter verwendet würden und der Rest ihm verbleibe.

Als Stellvertreter des Beurlaubten war durch Beschluss Kurfärstlicher Regierung võm 22. März z. Nr. 1465 R. Pr. I. der Bruder desselben Conrad Stern, bisher an der höheren Töchterschule des Herrn Köster dahier beschäftigt, bestellt worden, welcher am 5. April von dem Rector in seine Functionen eingewiesen wurde.

Dem Lehrer Georg Heinrich Stern war auch durch Beschluss Kurfürstlichen Ministerium des Innern vom 26. März 2. Nr. 2676 eine Reiseunterstützung von 100 Thalern bewilligt worden, welche derselbe noch vor seiner Abreise von hier in Empfang nahm. G. H. Stern begab sich von hier nach Vevey und fand daselbst alsbald einen seinen Wünschen entsprechenden Wirkungskreis- in dem Institute des Herrn Dor..

Am 1. Mai wurde unserer Anstalt ein hoffnungsvoller Schüler der Klasse III a., August Führing, durch den Tod entrissen. Am 4. Mai geleiteten denselben seine Mitschüler, und die Lehrer der Realschule zum Grabe. Binnen Jahresfrist war dieses das sechste Opfer, welohes die Scharlachepidemie aus der Reihe unserer Schüler forderte, denn ausser den vier in dem vorigen

Programm aufgeführten war auch noch, nachdem das Progrumm bereits gedruckt war, ein fünfter dieser Krankheit erlegen. Jean Heckeroth, einer der besten Schüler der Klasse Va., war am 2. März 1864 gestorben und am 5. März von seinen Mitschülern und Lehrern zum Grabe begleitet worden.

Durch Beschluss Kurfärstlicher Regierung vom 12. April z. Nr. 1761 R. Pr. I. wurde der Bedarfsetat der Realschule für das Jahr 1864 genehmigt, womit dem zeitigen Rector der Real- schule eine Persönliche Gehaltszulage von 100 Thalern vom 1. Januar 1864 an zu Theil wurde.

Als im Monat Mai der bestehenden Vorschrift gemäss der Bedarfsetat der Realschule fär das Jahr 1865 einzuschicken war, wurden in denselben die Gehalte der Lehrer einem von dem Herrn Oberschulinspector Bezzenberger unter Zuziehung der Vorstände der einzelnen städtischen Schulen ausgearbeiteten Normalbesoldungsplan entsprechend eingesetzt. Obwohl bis jetzt eine Regelung der Besoldungsverhältnisse der Lehrer an den städtischen Schulen noch nicht erfolgt ist, so fehlt es doch, wie man mit Freuden vernimmt, nicht an Bereitwilligkeit bei den verehrlichen städtischen Behörden diese Angelegenheit auf eine dem ötfentlichen Interesse vollständig Rechnung tragende Weise zu erledigen. Hoffen wir, dass das nächste Programm unserer Schule die frohe Kunde von einer durchaus befriedigenden Lösung der jetzt noch schwebenden Frage bringen könnek

Am 15. Juni starb ein braver Schüler der Klasse Va. Justus Hamburger, der unsere Schule nur wenige Wochen besucht hatte, ein abermaliges Opfer der Scharlachepidemie.