Aufsatz 
Über die Verwandlung der Wurzeln quadratischer Gleichungen in Kettenbrüche / von Grebe
Entstehung
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ſämmtlicher Lehrer und Schüler gefeiert. Ueber ſeine Lebensumſtände iſt zu vergleichen das Gymnaſial⸗Programm von 1845 S. 109 und 123.

An die Stelle des Verſtorbenen trat in Folge Höchſter Entſchließung, als beauftragter Lehrer dem Gymnaſium dahier überwieſen, Ludwig Wilhelm Eduard Caſſelmann gegen eine jährliche Vergütung von 250 Thlr. und begann ſeinen Unterricht am 3. Auguſt.

Die Brunnenferien dauerten vom 5. Juli bis zum 1. Auguſt.

Am 25. Juli erlitt das Gymnaſium einen neuen Verluſt, indem der ordentliche Gymnaſial⸗ lehrer und Ordinarius der Prima, Dr. Friedrich Adam Auguſt Theobald, in einem Alter von 38 ½ Jahren am Nervenſieber plötzlich ſtarb. Derſelbe hatte ſeit dem Jahre 1830 als Lehrer an dem Lyceum dahier gewirkt. Empfänglich für alles Gute und Rechte, geiſtig begabt und vielſeitig gebildet, entſchieden und beſtimmt in ſeiner Denk⸗ und Handlungsweiſe, lebhaft und raſch, zeichnete er ſich eben ſo durch ſeine Kenntniſſe und Lehrgabe, als durch Berufs⸗ treue, Gewiſſenhaftigkeit, raſtloſe Thätigkeit aus und hat ſich dadurch um unſere Anſtalt ſehr ver⸗ dient gemacht. Sein Verluſt iſt aber um ſo mehr zu beklagen, als Dr. Theobald nicht blos den Geiſt und den Verſtand, ſondern auch das Herz und die Geſinnung ſeiner Schüler zu bilden mit redlichem Eifer und mit ſichtbarem Erfolge bemüht war, und er ſelbſt ſeinen Schülern als Beiſpiel ehrenwerthen Characters im Streben nach Wahrheit und Tugend voranging. Auch ſeine Amtsgeuoſſen verloren in ihm einen treuen, freundlich geſinnten, biedern Collegen. Liebe, Dank⸗ barkeit und Achtung werden ſein Andenken unter den Schülern, Collegen und Freunden des Ver⸗ ſtorbenen lange bewahren. Dem allgemeinen Gefühle des Schmerzes ſuchte der Unterzeichnete beim Beginne der Schule, am 3. Auguſt, in der Verſammlung aller Lehrer und Schüler ent⸗ ſprechende Worte zu leihen. Ueber den Verſtorbenen ſ. die Gymnaſial⸗Programme von 1836 S. 31, 1837 S. 63 und 84, 1839 S. 27, 1840 S. 28, 1841 S. 5 und 1842 S. 14.

Durch Höchſte Entſchließung im Monat Auguſt wurde gnädigſt genehmigt, daß der Prak⸗ tikant Schorre, früher an dem Gomnaſium zu Rinteln, zur Aushülfe bei dem hieſigen Gymna⸗ ſium gegen eine jährliche Vergütung von 240 Thlr. mit Ertheilung von Unterricht beauftragt wurde. Derſelbe begann ſeine Wirkſamkeit dahier den 17. Auguſt.

Am 20. Auguſt wurde die Feier des höchſterfreulichen Geburtsfeſtes Sr. Königlichen Hoheit des Kurprinz⸗Mitregenten durch Declamation von Schülern aus ſämmtlichen Claſſen und durch Geſänge begangen. Die Feſtrede über die Frage: Warum iſt es in unſerer Zeit wichtig, eine wiſſenſchaftliche Naturkunde in die Reihe der Bildungsmittel aufzunehmen, hiel der Gymnaſiallehrer Dr. Schwaab.

Am 6. September genoſſen Lehrer und Schüler das heilige Abendmahl.

Das Abiturienten⸗Examen wurde im Auguſt und September, das Herbſtexramen vom 28 30. September gehalten und an dem zuletzt erwähnten Tage nach Entlaſſung eines Schülers zur Academie das Sommerſemeſter beſchloſſen.

Der Wintercurſus nahm ſeinen Anfang den 20. Detober⸗ nachdem Tags zuvor die Recipienden aufgenommen worden waren.

In Gemäßheit Höchſten Reſcripts vom 2. October wurde der Hälfslehrer Dr. Fürſtenau von dem Gymnaſium zu Marburg in gleicher Eigenſchaft und mit Beibehaltung ſeines bisherigen Gehaltes von 250 Thlr. an das hieſige Gymnaſium verſetzt. Derſelbe trat ſein Amt den 29. October an.