Aufsatz 
Die Olympischen Spiele : ihre Gründung, Einführung und Zeitrechnung / Georg Graff
Entstehung
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4) Zu Weihnachten fällt der Unterricht am Tage vor dem Feſte, oder wenn dieſes auf einen Montag fällt, am vorhergehenden Sonnabend aus, und beginnt wieder am 3. Januar, oder, wenn dieſer auf einen Sonntag fällt, am 4. Januar. Alle Schüler müſſen am 2. Januar wieder im Schulort ſein.

5) Bei den katholiſchen und Simultan⸗Gymnaſien fällt der Unterricht am Montag und Dienſtag nach dem Sonntag Eſtomihi aus.

Im Uebrigen bleibt es wegen der Sonn⸗ und Feiertage bei der hergebrachten Ordnung. An etwaigen, regelmäßig wiederkehrenden Localfeiertagen darf der Unterricht nur ausfallen, ſofern es von uns ausdrücklich genehmigt iſt.

Coblenz, den 9. Januar 1854.

Die Herbſtferien wurden für das laufende Jahr durch die Verfügung vom 17. Juni 1854 No. 1751 dahin beſtimmt, daß der Unterricht von Sonnabend den 2. September d. Is. ab eingeſtellt wird, und am Sonnabend den 7. October wieder beginnt.

Zweiter Abſchnitt.

Chronik der Anſtalt.

Das Schuljahr wurde am 11. October 1853, Morgens 8 Uhr, mit dem Beginne des Winter⸗Semeſters in berkömmlicher Weiſe eröffnet. Der Schluß des Winter⸗Semeſters erfolgte am 11. April, die Eröffnung des Sommer⸗Semeſters am 2. Mai 1854. Der geſammte Jahrescurſus wurde, unter Gottes gnädigem Beiſtande, ohne weſentliche Störungen ſeinem Schluſſe zugeführt. Einzelne Erſcheinungen des Unwohlſeins im Kreiſe des Lehrer⸗Collegiums, ſowie ſonſtige Verhinderungen durch beſondere perſönliche Verhältniſſe während beider Se⸗ meſter betrafen entweder nur einzelne Stunden, oder waren, obwohl zum Theil wiederkehrend, doch nicht eben beſonders hemmend in Bezug auf den regelmäßigen Gang des Unterrichtes. Außerdem wurde Herr Gymnaſial⸗ lehrer Herr, als Deputirter⸗Aelteſter zur Provinzial⸗Synode in Elberfeld, bis zum 29. October 1853 und Herr Pro⸗ feſſor Dr. Kleine, Behufs der Wahl eines Abgeordneten zur zweiten Kammer, im Monat December 1853 und März 1854 auf einige Tage ſeiner Berufsthätigkeit entzogen. Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im Allgemeinen befriedigend.

Der Geburtstag Sr. Majeſtät des Königs wurde am 15. October, Vormittags 10 bis 12 Uhr, in der feſtlich geſchmückten Aula durch einen beſonderen Schulactus in folgender Weiſe gefeiert. ChoralIn deiner Stärke freue ſich der König allezeit(No. 858 des epangeliſchen Geſangbuches) V. 1 bis 4. Gebet, geſprochen von Herrn Profeſſor Dr. Schirlitz. Choral: V. 5 des vorgedachten Liedes. Vorträge ein⸗ zelner Schüler. Geſang: Venite et videte opera Dei, Motette von H. W. Stolze. Feſtrede des Herrn Oberlehrers Graff:Wie Friedrich der Große ſeine geiſtige Ueberlegenheit allmählig gewonnen, und wie er ſie ſchon vor ſeiner Thronbeſteigung in allen ſeinen Beſtrebungen und Beſchäftigungen mannichfaltig und deutlich offenbart hat, an deren Ausgang mit einem dreifachen Sr. Majeſtät dem Könige dargebrachten Lebehoch das VolksliedHeil unſerm König Heil angereiht und ſo die von einem zahlreichen Publi⸗ kum beſuchte Schulfeier geſchloſſen wurde.

Am 6. April hatte der Königliche Oberpräſident der Rheinprovinz Herr von Kleiſt⸗Retzow die Gewo⸗ genheit, bei ſeiner Anweſenheit in hieſiger Stadt auch dem Gymnaſium perſönlich ſeine Theilnahme zu beweiſen.