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Bohné dahier, Garthe in Marburg, ſowie Herr Dreſcher, früher Lehrer dahier, haben uns zum Theil anſehnliche Geſchenke für die Bibliothek zugehen laſſen, und Herr Hofrath Murhard hat unſerer Anſtalt eine ſehr bedeutende Sammlung theils älterer, theils neuerer Werke verehrt. Dem Herrn R. Goldſchmidt danken wir ein Geſchenk von Zehn Thaler Geld, welche zur Erweiterung der Schülerbiblio⸗ thek verwendet worden ſind, und eine Sammlung von 78 Farbſtoffen in einem Etui von grünem Saffian mit der Aufſchrift:„Realſchule in Kaſſel“; dem Herrn Fabrikanten Habich eine ebenfalls ausgezeichnete Sammlung von Farbſtoffen; dem Herrn H. Mollat mehrere neue phyſikaliſche Apparate(Zaubertrichter, Zauberkanne, Vexirbecher, Gießkanne); dem Herrn Obergerichtsrathe Knatz einen Quadranten von Meſſing auf einem Stativ, das Modell eines Kriegsſchiffes, mehrere Conchylien; dem Herrn Dr. Schwaab einen galvano⸗plaſtiſchen Ap⸗ parat, eine Sammlung von Käfern, die ſich in der Umgegend von Kaſſel finden, Conchylien, Farbſtoffe und Harze; dem Herrn Pfarrer Hofmeiſter in Nordshauſen eine Sammlung Dipteren; dem Herrn Fabrikant Eggena Blechſorten und Hüttenproducte; dem Herrn Espe einige Hundert Mineralien; dem Herrn Maler Lingelbach eine Eierſammlung; dem Realſchullehrer Herrn Wagner einige Mineralien, darunter ein durch ſeine Größe ausgezeichnetes Stück Schwefelkies aus Braunkohlenlager; dem Herrn Friedhofsinſpector Jungk einen ausgeſtopften Alligator und eine Klapperſchlange, beide von ihm ſelbſt in Amerika erlegt und ſehr gut erhalten; endlich den Schülern Hahlo, Stern, Arnold I. und II., Böckel, Scheffer, Hartwig; Land⸗ grebe, Schultheis einzelne Naturgegenſtände oder Kunſtproducte.
Wie dieſe Geſchenke von freundlicher Theilnahme an unſerer Anſtalt zeugen, ſo werden durch dieſelben auch die Zwecke des Unterrichts weſentlich gefördert, und ich ſpreche im Namen der Realſchule dafür den verehrten Gebern den innigſten Dank aus. Zur Vollſtändigkeit der für die Anſtalt erforderlichen Sammlungen gehört ſo viel, daß dieſelbe ohne die gütige Mitwirkung von Gönnern und Freunden ſchwerlich jemals in dem wünſchens⸗ werthen Grade würde erreicht werden können. Für jedes uns zukommende Geſchenk, wodurch unſere Bibliothek und unſere anderweitigen Sammlungen an Ausdehnung gewinnen, werden wir uns ſtets zu warmem Danke verpflichtet fühlen, namentlich auch für Producte und Waarenproben(z. B. Holzarten, Leder⸗, Pelzwerk⸗
Proben ꝛc.).
Schlußwort.
Der Jahresbericht einer öffentlichen Unterrichtsanſtalt ſoll ein Rechenſchaftsbericht für die Eltern der die⸗ ſelbe beſuchenden Schüler, wie für das geſammte theilnehmende Publicum ſein. Von dieſem Standpuncte aus habe ich den gegenwärtigen erſten Jahresbericht unſerer Anſtalt abgefaßt. Ich hoffe und wünſche, daß derſelbe von Allen aus dieſem Geſichtspunkte betrachtet werde. In allen allgemeinern Verhältniſſen drängt die Zeit nach Oeffentlichkeit, und die Schule, die lediglich im öffentlichen Vertrauen wurzelt, darf ihre Beſtrebungen und ihre Wirkſamkeit am wenigſten in heimliches Dunkel einhüllen. Wie es ihr ſchwerlich Jemand verdenken wird, wenn ſie offen ausſpricht, was ſie erreicht zu haben glaubt, ſo wird auch ſicher kein Verſtändiger wegen etwa zuge⸗ ſtandener Mängel ihr Verdienſt niedriger anſchlagen, als recht und billig iſt. Mängel, die eingeſehen werden, ſind ſchon halb beſeitigt; ſie ſind ein Sporn zu fortgeſetztem Nachdenken, zu geſteigertem Eifer. Mit der Hülfe deſſen, von dem Segen und Gedeihen für jedes menſchliche Beginnen ausgeht; unter dem gnädigen Schutze un⸗ ſeres erhabenen Landesfürſten und Seiner Rathgeber; im Beſitze des Vertrauens, und theilhaftig der wirkſamen Unterſtützung der Schul⸗ und ſtädtiſchen Behörden, der Eltern und der Bürgerſchaft dieſer Reſidenzſtadt über⸗ haupt, werden wir nicht müde werden, die unſerer Arbeit anvertraute Anſtalt zu der Vollkommenheit zu führen,
welche von ihr erwartet wird und erwartet werden kann.


