Aufsatz 
Die Schweden in Frankfurt am Main : 2. Bis zu der eidlichen Verpflichtung des Rates und der Bürgerschaft und der Beschwerde über die Einziehung der "Feindes-Güter", 6. Dez. 1631
Entstehung
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III. Chronik der Anstalt.

Das Schuljahr 1887-88 nahm Montag den 19. April 1887 seinen Anfang mit der Aufnahme-

Prüfung der neu angemeldeten Schüler. Wegen des Pfingstfestes wurde der Unterricht vom 28. Mai bis 1. Juni(incl.) ausgesetzt. Die Sommerferien dauerten vom 3. Juli bis 31. Juli; doch war aus- nahmsweise bereits Samstag den 2. Juli schulfrei, wegen des mit diesem Tage beginnenden Allgemeinen Deutschen Jubilaums-Bundesschieſsens. Die Herbstferien dauerten vom 25. September bis 9. Oktober, die Weihnachtsferien vom Mittag des 23. Dezember 1887 bis 8. Januar 1888.

Das sogenannteMaifest konnte der Witterung wegen erst am 14. Juni in gewohnter Weise durch Spaziergänge der Klassen in den Wald oder nach etwas weiter entfernten Punkten der Umgegend gefeiert werden. Wegen zu groſser Hitze fiel der Nachmittagsunterricht am 16. Juni, 8. und 9. August aus. Behufs Förderung des Schlittschuhlaufens wurde der Nachmittagsunterricht freigegeben am 17. Januar und am 24. Februar 1888.

Am 27. August fiel der Unterricht wegen der an diesem Tage unter dem Vorsitz des Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer abgehaltenen mündlichen Abiturienten-Prüfung aus.

Der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers wurde am 22. März 1887 durch eine Schulfeier in üblicher Weise mit Festrede, Gesängen und Deklamationen festlich begangen. Die Festrede hielt Herr Goedecker. Der Sedans-Tag wurde auch im Jahre 1887 durch Ansprache, Gesänge und Probe-Turnen mehrerer Klassen gefeiert.

Was die Veränderungen im Lehrer-Kollegium betrifft, so übernahm der von seinem Studien- Aufenthalte in England zurückgekehrte Herr Dr. Vetter von 0

stern 1887 ab seinen Unterricht wieder selbst, während sein bisheriger Vertreter, Herr H. Müller gleichzeitig in seinen neuen Wirkungskreis an der hiesigen Adlerflychtschule überging.

Mit demselben Zeitpunkte verlieſs uns der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Riese, um zunàchst zur Musterschule überzutreten und sodann in Berlin einen Kursus auf der Turnlehrer-Bildungs-Anstalt durchzumachen. Beiden Herren wird für ihre pflichteifrige und

ersprielsliche Wirksamkeit während ihrer Beschäftigung an der Klingerschule an dieser Stelle der ge- bührende Dank gesagt.

An Stelle des Herrn Riese trat Ostern 1887 beschäftigt, in das Lehrer-Kollegium ein.

Mit Herbst des Jahres 1887 waren 40 Jahre verflossen, seitdem das älteste Mitglied des Lehrer- Kollegiums, Herr Pfeil, in den städtischen Schuldienst eingetreten war. In Anerkennung seiner lang- jährigen treuen Dienste wurde ihm zu diesem Zeitpunkte von der städtischen Schulbehörde die erbetene Versetzung in den Ruhestand gewährt. Während der letzten 10 Jahre hat er an der Klingerschule mit immer gleichem Eifer und Erfolge gewirkt. Noch bis zum letzten Tage seines amtlichen Wirkens war er täglich unter den Ersten auf dem Platze. Die dankbare Erinnerung seiner Kollegen und seiner zahlreichen Schüler begleitet ihn in seinen Ruhestand. Möge ihm ein heiterer Lebens-Abend noch recht lange beschieden sein.

In Folge dieses Abgangs trat Michaelis 1887 Herr Kandidat Rothamel, zuletzt an der Adler- flychtschule thätig, zunächst als vollbeschäftigter wissenschaftlicher Hilfslehrer in das Kollegium ein.

Das Probejahr beendigte Ostern 1887 Herr Kandidat W. Bauer, Michaelis 1887 Herr Kandidat A. Velde. Letzterer blieb noch im Kollegium und erteilte während des Wintersemesters den Rechen- unterricht in M. IV. Der bereits im vorigen Schuljahre an der Klingerschule beschäftigte Herr Kandidat

Gleim setzte während des Schuljahrs 1887-88 seine Thatigkeit fort. Als Probe-Kandidaten traten Michaelis 1887 die Herren Presber und Suabedissen ein.

Herrn

Herr Dr. Heuser, bisher an der Musterschule