— 20—
2. Deutsche Sprache. Die Hauptepochen der Nationallitteratur.— Lektüre: Nibelungenlied und Walther v. d. Vogelweide(in Auswahl), Klopstock(ausgewählte Oden), Lessing(Teile des Laokoon und der Hamburgischen Dramaturgie). In Uebersetzung: Sophokles: Philoktet und Aeschylus' Totenopfer. Poetik und Rbetorik, besonders Dispositionslehre. Alle 4 Wochen ein Aufsatz nach vorheriger Besprechung. Kontrolle der Privatlektüre der Schüler. 3. St. Fröling.
Themata der Aufsätze:
1. Von welcher Seite lernen wir schon in der ersten Scene des Schillerschen„Wilhelm Tell“ den Helden des Dramas kennen?.
2. Welches Bild entwirft Goethe in„Hermann und Dorothea“ von der Wirtin zum goldenen
öwen?
3. Klassenarbeit: Mein Lebenslauf.
4. In welchen Scenen des Nibelungenliedes zeigt sich Hagen besonders als der„grimme“?
5. Wie stellt Schiller den ersten Jäger in„Wallensteins Lager“ dar?
6. Klassenarbeit: Welches waren die Vereinigungsmittel der kleinen griechischen Staaten im Altertume?
7. Wodurch bewegt die Gräfin Terzky Wallenstein zur offenen Empörung?
8.„Muss nicht der Mensch immer in Streit sein auf Erden?:(Chrie.)
9. Klassenarbeit: Alexander der Grosse bis zum J. 334 v. Chr.
10. Klopstocks Ode„Der Zürcher See“.
11. Was ist Inhalt und Zweck des Prologs in Goethes„Iphigenie“?
12. Klassenarbeit(Aufsatz der Abiturienten).
3. Französische Sprache. Lehre vom Pronomen, Casus der Verben und In- finitiv nach der Schulgrammatik von Ploetz. Lekt. 70 bis zu Ende. Exercitien, Extempo- ralien und Diktate. 2 Std. Lektüre: Lamartine; Voyage en Orient, I. Teil, ed. Lambeck; Molière: l'Avare, ed. Friese, und Les Précieuses ridicules, ed. Scheffler; Ponsard: l'Honneur et l'Argent, ed. Bandow(sämtl. im Verlage von Velhagen& Klasing). Inhaltsangaben in franz. Sprache. 3 Std. Achard.
4. Englische Sprache. Wiederholung und Ergänzung der wichtigsten Abschnitte aus Sonnenburgs Engl. Grammatik.— Lektüre: W. Irving, Abbotsford. ed. Hallbauer(Vel- hagen& Klasing) und A Selection from the Works of Lord Macaulay. ed. Ahn(Friedberg& Mode). Mit Auswahl. Einübung der gebräuchlichsten und wichtigsten Anglicismen. 4. St. Proescholdt.
5. Goographie. Deutschland, nach Daniels Lehrbuch, IV. Buch. Kartenzeichnen. 1 St. Goepel.
6. Geschichte. Neue Geschichte bis zur Gegenwart, nach Spiess& Berlet, III. Teil. Generalrepetition; Chronologie; Geschichtskarten. 2 St. Goepel.
7. Mathematik. a. Geometrie: Ebene Trigonometrie, Stereometrie, nach Kambly.— b. Algebra: Kettenbrüche, Diophant. Gleichung; Combinatorik, der binomische Lehrsatz; reci- proke und kubische Gleichungen. 5 St. Glaser.
8. Naturwissenschaften. a. Erper. Physik: Repetition der Lohre vom Magnetismus. von der Elektricität und vom Schalle. Ausführlicher die Lehre von der Wärme und vom Licht, 2 St. Spranck— 5. Mechanik: Die Mechanik der festen, tropfbarflüssigen und gasförmigen
Körper. 2 St. Eokhardt.— c. Chemie: Sämtliche Metalloide und Metalle, nach Rüdorfs Grundriss. 3 St. Spranck.* 9. Zeichnen. a. Linearzeichnen: Darstellende Geometrie. 1 St. Glaser.— 5. Frei-
handaeichnen: Ausführung von Ornamenten und einigen Köpfen; Zeichnen nach einfachen
Gipsmodellen. 2 St. Achard. 10. Gesang.(Quarta bis Prima komb.)— Vierstimmiger gemischter Chor. Choräle, Motetten, Fest-, Vaterlands-, Volks- etc. Lieder, vierstimmig resp. für 3 Männerstimmen ein-
gerichtet. 2 St. Dobring.


