Aufsatz 
Fauna der näheren Umgebung von Bingen : von 1866-1873 von Reallehrer [Johann Baptist Mathias] Mühr dargestellt, 1879 von dem bish. Director Prof. Dr. Glaser fortgesetzt : (Schluß) / Glaser
Entstehung
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b. Nachricht über die Oſtern bezw. Herbſt abgegangenen und über die . ausgetretenen Schüler.

Folgende Schüler erhielten nach mindeſtens einjährigem erfolgreichen Beſuche der erſten Klaſſe das Zeugnis über die wiſſenſchaftliche Befähigung für den einjährig⸗freiwilligen Militär⸗ dienſt ſowie ihr Abgangszeugnis:

1. Hermann Amling aus Bingerbrück. 12. Jakob Hoffmann aus Ober⸗Weſel. 2. Joſeph Arnold aus Bingen. 13. Peter Krämer aus Bingen.

3. Karl Brilmayer aus Bingen. 14. Emil Landau aus Bingen.

4. Eduard Brodt aus Bingen. 15. Michael Mayer aus Dromersheim. 5. Franz Diez aus Sarmsheim. 16. Heinrich Moeller aus Bingen.

6. Rudolf Ebertsheim aus Bingen. 17. A. Friedr. Müller aus Bingen.

7. Wilhelm Ebertsheim aus Bingen. 18. Emil Nathan aus Bingen.

8. Wilhelm Fiſcher aus Bingen. 19. Joh. Bapt. Nohn aus Bingen.

9. Joſeph Goebel aus Bingen. 20. Theodor Petri aus Nieder⸗Ingelheim. 10. Ludwig Handſtein aus Gaulsheim. 21. Ferdinand Simon aus Bingen. 11. Jakob Henſel aus Bingen. 22. Heinrich Soherr aus Bingen.

Der unter 6. genannte Abiturient trat in das Gymnaſium zu Kreuznach ein, die übrigen Abiturienteu widmeten ſich dem Handelsſtand. Was die als im Schuljahre außerdemabge⸗ gangen bezeichneten Schüler betrifft(Tabelle unter a), ſo müſſen wir vor allem den Tod zweier hoffnungsvoller Zöglinge der Anſtalt beklagen. Den 25. Juni 1880 verſtarb Heinrich Feyen, alt 10 Jahre, den 14. Januar 1881 Jakob Frey, alt 15 Jahre, beide aus Bingen. Das Lehrerkollegium und die entſprechenden Klaſſen gaben den Entſchlafenen das letzte Geleite. Wegen Krankheit traten 2, wegen Wegzugs der Eltern 1, wegen plötzlichen Todesfalles in der Familie ebenfalls 1 Schüler aus. Ein Schüler gehört unter die Abiturienten, einer ward als verſetzt bereits erwähnt.

4. Chronik der Anſtalt.

Wie im letzten Programme mitgetheilt wurde, genehmigte Großh. Miniſterium den Bau⸗ plan, nach dem das alte Amthaus zweckentſprechend umgebaut und durch einen Anbau nach Norden ſowie einen ſich wieder daran nach Weſten anſchließenden kleineren Neubau erweitert werden ſollte.

nſundemn der wollöbliche Gemeinderath der Stadt Bingen die dazu nothwendigen Mittel im Betrage von M. 36 700 unter dem 13. März v. J. bewilligt hatte, wurde Mitte April mit dem Abbruch des nördlichen Giebels und Thurmes begonnen, der nördliche Flügel allmählich geräumt, 2 Volksſchulklaſſen im bisherigen ſtädtiſchen Prüfungsſaale untergebracht und eine Klaſſe in ein Nachbarhaus(oberes Zimmer des Herrn J. Weyl III., gerade der Anſtalt gegen⸗ über) verlegt. Die harte Zeit, in der wir mit 6 Realſchul⸗ und einer Volksſchulklaſſe auf den ſüdlichen Flügel und die beiden Eckzimmer beſchränkt waren, ging mit Eintritt der Sommer⸗ ferien zu Ende. Da die Oſter⸗ und Herbſtferien verkürzt worden waren, ſtand vom 5. Juli den Arbeitern die Zeit der 7 Wochen Ferien zur Verfügung. Das Wetter war dem Bau äußerſt günſtig und der ſchwierige Umbau beſonders des nördlichen Flügels ſchritt unter der Leitung des Herrn Stadtbaumeiſters Doll ſo raſch vorwärts, daß die bis zur Fertigſtellung des neuen Volksſchulgebäudes bei uns verbleibende I. ſtädt. Knabenklaſſe ſchon am 29. Juli ihr Lokal und unſere Klaſſen am 16. Auguſt 5 neue Klaſſenzimmer, im Herbſte 2 weitere Lehrſäle und den Zeichenſaal, nach Weihnachten den Phyſikſaal beziehen konnten. Es gehen nunmehr 8 Lehrſäle nur nach dem Hofe.

Würdig verlief die erſte Feier in einem der neu hergeſtellten Klaſſenzimmer, am 2. Sept. DieDarmſt. Ztg. berichtet darüber am 4. Sept. wie folgt:

Bingen, 3. Sept. Geſtern fand von halb 11 Uhr an zuerſt für die Klaſſen IIV, dann für die Klaſſen VY VII die öffentliche Schulfeier in der Großh. Realſchule ſtatt, an der viele Eltern der Schüler ſich betheiligten. In Abtheilung A begann die