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der Stadt und dem Strome, insbeſondere auch die ausgedehnte ſtädtiſche„Buͤrgerweide“, auf welcher das aus hundert und etlichen Hochſtämmen beſtehende ſogenannte„Wäldchen“ Platz findet, ſodann die jenſeitige„Maulbeerau“, der ſogenannte„Roſengarten“ und die ganze flache Landſchaft bis zur Berg⸗ ſtraße hin und das Ried hinab. Hier findet ſich oberwärts einige Fuß mächtiger Sandlehm, ähnlich dem älteren„Löß“, darunter Kies und etwas tiefer grobes Geſchiebe und Gerölle des alten Rheinbettes.
Die Wormſer Feldgemarkung vertheilt“ ſich demnach auf Diluvium und Alluvium des Rheins und der Charakter des gebauten Bodens iſt allenthalben: Humus auf Löß oder Humus auf Alluvial⸗ Sand und ⸗Lehm, auf Alluvialkjes od Alluvialg ölle. Fre acg ziſt die Güte der Feld⸗, Garten⸗ und Wingertſtücke zu bemeſſen und c. aua9 die Välg bch del an verſchiedenen Stellen von ſehr abweichendem Werth und Gehalt. Im Allgemeinen herrſcht im humusdurchdrungenen Lehme des Rhein⸗ thals fppigss Wachen achsthum a und ſin alle S eceen ihelche dieſe hier ſo güͤnſtig gemiſchte, Gweil mergel⸗ artig⸗* Thon oder Lehm, Sand und ſf zuſammengeſette) Grundlage beſttzen,— gehören ſie nun dem„diluvialen Löß“ oder dem Alluviallehm an— als Culturboden erſter Claſſe aülcher
Eine Stunde und mehr ſüdweſt⸗ und nordweſtwaͤrts beginnen in der Provinz die älteren Diluvial⸗ und die tertäären Höhen des Mainzer Beckens mit ihrem Groöbkälk, ihren Sandſtein⸗ und Thonſchichten nebſt Mergellagern. Die Pfrim und den Eisbach hinauf zieht ſich jedoch noch weiter weſtwärts das Schwemmgebilde dieſer Rhein⸗Nebenflüßchen. Die aus den tertiären Dorfgemarkungen von ihren Hochwaſſern fortgeführten Geſchiebe⸗ und Kiesmaſſen, wie Sandſchichten der nächſten ningelnud ent⸗ häüten von Schalthierreſten überall vorzugsweiſe Cerithien.
Die Buckſteine und Ziegel der hiefigen Lehmgtuben brennen ſich des Kalkgehalts und Eiſenocker⸗ sagis wegen ſehr hell und kaum etwas geröthet. Indeſſen finden ſich einige Stunden füdweſtlich, am Battenberg in der Richtung nach Grünſtidenz, maͤchtig ge Gelb⸗ und Drdunateelhen mit ſchnee⸗ weißer Pfeifenerde wechſellagernd. ah Br
Auf der rechtsrheiniſchen Rheinebene hertſcht, wie 3.. um Btenach Darmſtadt ꝛc., ſtrichweiſe der Sand, im Mainthal, um Frankfurt, Offenbach ꝛc., der braungelbe Mainlehm, auch, wie um Dudenhofen am Rodenbach, hie und da der loſe Sand, in der Wetterau, um den Weſten des Vogels⸗ bergs herum, der Braunkohlenletten und hir und da angeſpülter Lehm des verwitterten baſaltiſchen Taggeſteins, überhaupt„ſchwerer Boden“, um Friedberg, Nauheim ac., uͤberhaupt im R. Ludwig'ſchen „Hlſadeltau, ein ähnlich gemiſchter Schwemmboden, als das Rheinalluvium ‚aus Sand⸗ und Kies⸗ ſchichten, nur mit viel mehr Ockergehalt; überhaupt im Weſten der Wetterau viel Brauneiſenſteinboden.
Nach allem dem läßt ſich bei aller Uebereinſtimmung, inſofern die genannten Gegenden Theile desſelben Tertiär⸗Beckens ſind, in jeder derſelben doch ſowohl Boden⸗ Eigenthümlichkeit, als theil⸗ weiſe auch ſolche der Boden⸗Erzeugniſſe, ſowohl der Pflanzen⸗ als der Thierwelt, nicht verkennen. Durchgreifende Verſchiedenheit begründet insbeſondere die ungleichzeitige Hebung des Bodens im alten Mainzzer Binnenmeer**), indem namentlich die baſaltiſche Eruption des Vogelsbergs in demſelben früher erfolgte, als diejenige der rheinheſſiſchen a0 badiſchen Feldſteinporphyre, von denen die letzteren(aus den Brüchen von Ikvesheim in Baden) z. B zum Decken der Chauſſeen um Worms verwendet werden. n Mehr im Innern von Rheinheſſen und in der Nahe⸗ und noͤrdlichen Haardtgegend treten noch aältere Geſteine plutoniſcher vt Siinüh Porphyre und Meläphyre, ſowie Diabaſe(Grünſteine) in
1 3*₰ Vgl. Ps⸗ Ruſt,— geogn. Rotizen über das neue vondloo beit Düteheim e1 und 19. Sahscsberich der Pollichia, 1864). *½) Vgl. F. Bolt, rhere der allmiätigen Enileerund des Beckens in den rNaiediſhe Bildern aus dem Mainzer Becken“, 1852. 1


