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12. Die Lorelei, von Heine; componirt von Friedrich Silcher. Gemiſchter Chor.
13. Ueber Göthe's Iphigenie auf Tauris. Vortrag des Abiturienten Eduard Auffarth, an deſſen Schluſſe er im Namen aller Abiturienten von der Schule Abſchied nehmen wird.
14. Das Zeitalter, aus Göthe's Hermann und Dorothea; vorgetragen von dem Unterſecundaner Valentin Werner.
15. Konradin, von G. Schwab; vorgetragen von dem Oberſecundaner Richard Wehner.
16. Wodurch hat Athen die Hegemonie in Griechenland erlangt und wodurch verloren? Vortrag des Unterprimaners Juſtus Schneider, der am Schluſſe desſelben die Abſchiedsrede des Abiturienten Auffarth im Namen der zurückbleibenden Schüler beantworten wird.
17. Dem Vaterland, von Reinick; componirt von Ferdinand Hiller. Männerchor. 18. Entlaſſung der Abiturienten. Verſetzung der Schüler.
à Alle Freunde der Jugendbildung, insbeſondere die Eltern und Angehörigen der Schüler, werden um freundliche Theilnahme an der Prüfung und Schlußfeierlichkeit angelegentlichſt gebeten.
Das neue Schuljahr wird Montag den 2. Mai, 8 Uhr Vormittags, im Prüfungsſaale mit Choralgeſang und Gebet eröffnet werden.
Anmeldungen zur Aufnahme in das Gymnaſium, welche unter Vorlage eines Tauf⸗ oder Geburtsſcheines und eines Zeugniſſes über den bisher genoſſenen Unterricht erfolgen müſſen, werden am 28., 29. und 30. April während der Vormittagsſtunden von 10— 12 Uhr in dem Conferenzzimmer des Gymnaſiums entgegengenommen.
Die Angemeldeten haben ſich, wenn nicht unmittelbar vorher ein anderes kurheſſiſches Gymnaſium von ihnen beſucht worden iſt, einer Prüfung zu unterziehen und zu derſelben, mit Feder und Papier verſehen, Montag den 2. Mai, 8 Uhr Vormittags, im Prüfungsſaale des Gymnaſiums einzufinden.
Wer in die Sexta eintreten will, muß in der Regel das neunte Lebensjahr zurückgelegt haben. Die Vorkenntniſſe, welche für dieſe Claſſe verlangt werden, ſind: a) Fertigkeit im deutlichen und nach Verhältniß dieſer Altersſtufe ausdrucksvollen Leſen und im Schreiben deutſcher und lateiniſcher Schrift; b) Fähigkeit, eine kurze Geſchichte mündlich und ſchriftlich ohne allzu grobe Fehler nachzuerzählen; c) Fer⸗ tigkeit im Rechnen der vier Species mit ganzen Zahlen; d) Kenntniß bibliſcher Geſchichten. Vorkenntniſſe in der lateiniſchen Sprache ſind hiernach zur Aufnahme in die Sexta, in welcher Claſſe dieſe Sprache von ihren erſten Anfangsgründen an gelehrt wird, nicht erforderlich.
Fulda, den 4. April 1859. Der Stellvertreter des Gymnaſialdirectors
Dr. Weismann.


